Lahr/Schwarzwald

Arbeit statt Drogen: Zwei schafften großen Sprung

Autor: 
Stephan Tissot
Lesezeit 3 Minuten
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12. Juli 2018

Die »Marching Band« erinnerte an die berühmten »Blues Brothers«. ©Stephan Tissot

Auch die Drogenhilfe nimmt die Landesgartenschau zum Anlass, ihre Arbeit zu präsentieren. Bei der Ausstellung des Europäischen Sozialfonds (ESF) zeigte sie lokale Projekte, die mit ESF-Geldern gefördert werden. Mit dabei war aber auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der das Gastromobil dabeihatte.

Es gibt neben einem gemeinsamen Markt innerhalb der EU auch ein Instrument der Sozialpolitik zwischen den 28 Mitgliedstaaten. Gemeint ist der europäische Sozialfonds (ESF) der am Dienstag und am Mittwoch verschiedene Projekte auf der Landesgartenschau vorgestellt hat.

Am Mittwoch hat die Drogenhilfe mit Sitz in der Jammstraße an einen Stand im Bürgerpark über ihr Angebot und die Zusammenarbeit mit dem ESF informiert. 

Die Drogenhilfe Lahr hat zum Beispiel in den vergangenen sechs Jahren Fördergelder des europäischen Sozialfonds (ESF) erhalten. In diesem Jahr ist damit das Projekt »Do IT 2018« unterstützt worden. Die Drogenhilfe arbeitet hier zusammen mit DROBS in Offenburg und Kehl. So werden in diesem Jahr 15 suchtgefährdete langzeitarbeitslose Menschen betreut und gefördert. 

Das Ziel ist, den Jugendlichen und Erwachsenen, die im statistischen Mittel 35 Jahre alt sind, mittels sogenannten strukturierenden Beschäftigungen, Praktika oder Qualifizierungen eine neue Chance zu geben. Konkret bieten die drei Organisationen, die an die Jugend- und Drogenberatung des Landkreises angegliedert sind, den Betroffenen so einfa-che Dinge wie einen geordneten Tagesablauf wieder zu lernen. 

Dazu gehört zum Beispiel pünktliches Erscheinen. Es gibt Bewerbungstraining und Hilfe, auf dem ersten Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. 

Das erste Projekt in Lahr sei im Jahr 2012 begonnen worden erklärte Hermann Gilsbach von der Drogenhilfe am Stand im Bürgerpark. Die Förderung müsse allerdings jedes Jahr neu beantragt werden. 50 Prozent stammt aus Mitteln des ESF, 40 Prozent kommen von der kommunalen Arbeitsförderung und zehn Prozent finanziert der Träger der Drogenhilfe, der Landesverband für Prävention. 

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Es gab 25 Teilnehmer

Im vergangenen Jahr hat es insgesamt 25 Teilnehmer gegeben. Am Ende des Jahres konnten zwei direkt in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden, einer bekam einen Ausbildungsplatz, andere haben immerhin das ganze Jahr durchgehalten, drei mussten wegen Fehlzeiten aufhören. Neben einer Stärkung der sozialen Kompetenz und des Selbst-bewusstseins wurde bei den Beteiligten die Gesundheit stabilisiert oder die Frustrationstoleranz erhöht. 

An 18 Stationen boten Organisationen wie zum Beispiel eine Berufseinstiegsbegleitung und »Neue Wege in Hawei« ihre Angebote vor. Hinter dem letztgenannten verbirgt sich ein Projekt, das Chancen für Beschäftigung und Erwerb in den Freiburger Stadtteilen Haslach und Weingarten anbietet. 

Um die Gäste auf der Lahrer LGS anzulocken, waren die Präsentationen bunt, lebendig, boten für Kinder viele Spielmöglichkeiten und waren nicht immer leise. »Der ESF mal laut« hießt der mehrfache Auftritt der »Marching Band«, die in schwarzen Anzügen, Sonnenbrillen und Hüten sowie gelungenem Zusammenspiel und einer guten Choreografie an die »Blues Brothers« samt deren Band erinnerten. 

Bereits am Dienstag stellte der Verband des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes (De Ho Ga) mit dem Gastromobil das Angebot und Berufsmöglichkeiten vor. Im Gastromobil zeigten Vertreter des Hotel- und Gaststättengewerbes, was die verschiedenen Berufe der Branche bieten. 

Es gab Filme, eine nachgebaute Rezeption und eine Küche. Gekocht wurde hier allerdings nur virtuell. Das aber dürfte jüngere Besucher sicher interessiert haben. Genauso der Talentscout der sich der neuen Medien bediente. Bei einem eher durchwachsenen Sommertag war der Andrang hier aber eher überschaubar.

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