Mitglieder fehlen

Aus für die Katholische Frauengemeinschaft Reichenbach

Autor: 
Alfons Vögele
Lesezeit 3 Minuten
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27. Mai 2019

Letzte Ehrung von Mitgliedern der KfD in Reichenbach für 40 und mehr Jahre (von links): Gertrud Himmelsbach, Sabine Gruber, Hildegard Meßmer, Heidi Lüders, Marie-Luise Schlitter, Gisela Uhl, Jutta Feisst, Irmgard Tränkle, Barbara Beck, Margarethe Rappenecker. ©Alfons Vögele

Das Aus für die Katholische Frauengemeinschaft Reichenbach ist besiegelt. Zuletzt fehlten Mitglieder und Mitwirkende im Vorstand.

Nach 86 Jahren endete am Dienstag das Wirken der Katholischen Frauengemeinschaft (KfD) Reichenbach. Die Mitglieder folgten mehrheitlich dem Antrag des bisherigen Vorstandes zur Auflösung.

Die aktive und auf vielen Ebenen tätige Gemeinschaft wurde von Pfarrer Karl Hirzle 1933 als Katholischer Mütterverein gegründet, um in schweren Zeiten Frauen und Müttern einen geistlichen Hort zu geben. Mit den Änderungen in der Gesellschaft wandelte sich auch das Selbstbild zur selbstbewussten bundesweiten Frauengemeinschaft.

Gemeinsam basteln

Nach einer Maiandacht hieß Vorstandsmitglied Gertrud Himmelsbach die Anwesenden willkommen. Ihr Rückblick und die Berichte der Schriftführerin Heidi Lüders belegten die vielen Dienste und Aufgaben, die von der KfD wahrgenommen wurden. Zu Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt, Herbstfest oder Advent, bei Kranken- und Altenbesuchen, Gottesdiensten und Vorträgen, beim Weihnachtsmarkt und der Krippenausstellung brachten sich die Frauen ein. Beeindruckend war die Bilanz der Bastelgruppe, die zugunsten karitativer und sozialer Zwecke tätig war. Die Bibelabende mit Sabine Gruber und die Spielnachmittage erfreuten sich eines regen Zuspruchs.

Rechnerin Gisela Uhl zeigte auf, wie die Einnahmen aus den Bastelverkäufen, Spenden und Kollekten für soziale Institutionen verwendet wurden. Andrea Geitlinger vom Gemeindeteam dankte namens der Pfarrgemeinde für die vielen Aufgaben und Dienste, die von den Frauen der KfD übernommen werden.

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Viele Versuche, Frauen für ein Vorstandsamt und neue Mitglieder zu gewinnen, blieben erfolglos. So bleibe nur die Auflösung, denn die Realität aufgrund der gesellschaftlichen Strukturprobleme lassen keinen anderen Weg zu, sagte Gertrud Himmelsbach. Sie wies darauf hin, dass mit der Auflösung aber nicht das Ende aller Aufgaben verknüpft sei. Einige Dienste werden auf privater Basis übernommen.

Rest wird gespendet

Von den 27 anwesenden Mitgliedern votierten 23 für die Auflösung, ein Mitglied stimmte dagegen und drei Mitglieder enthielten sich der Stimme. Die Auflösung tritt zum 31. Juli in Kraft. Das Restvermögen wird an die Diözesanstelle weitergeleitet mit der Maßgabe, je die Hälfte für »Frauen in Not« und für das Babyhospital in Bethlehem zu verwenden. 

Gruß- und Dankesworte überbrachten die Vertreterin des Diözesanverbandes Brigitte Sterz und die Dekanatsvorsitzende Rosemarie Rösler. Beide bedauerten, dass dieser Schritt unerlässlich war und wiesen auf die Einzelmitgliedschaft in der Bundes-KfD hin.

Für die Pfarrgemeinde St. Stephanus übermittelte Andrea Geitlinger den Dank: Die Frauen wirkten vielfältig zum Segen vieler Menschen. Diesem Dank schloss sich auch Pfarrer Johannes Mette an. Er bat die Mitglieder darum, die Auflösung der KfD nicht als ein Scheitern, sondern als Chance zu Neuem zu sehen.

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