Lahr/Schwarzwald

Ausstellung zwischen Abstraktion und Figuration

Autor: 
Jürgen Haberer
Lesezeit 2 Minuten
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13. März 2018

Pierre Le Preux und Jocelyne Le Preux-Thimel und einige Arbeiten, die in Lahr zu sehen sind. ©Jürgen Haberer

Die aktuelle Ausstellung des Kunstvereins »L’art pour Lahr« steht nicht zuletzt im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft. Gezeigt werden Arbeiten der Künstlergruppe »Mostra« um Pierre Le Preux und seine Frau Jocelyne.  

Pierre Le Preux spricht zwar kein Wort Deutsch, er ist aber eine der prägenden Figuren des vor zwei Jahrzehnten initiierten Kunstaustausches zwischen den Partnerstädten Lahr und Dole. Tamara Tsirulnikoff hat ihn im Jahr 1998 im Rahmen der Aktion »Lahr bekennt Farbe« auf den Weg gebracht, Pierre Le Preux war einer der ersten, der im selben Jahr in der neuen Galerie des Kunstvereins »L’art pour Lahr« ausgestellt hat. 

Die Verbindung ist seither gewachsen, Lahrer Künstler haben längst auch in Dole ausgestellt. Seine mittlerweile dritte Ausstellung in Lahr bestreitet Pierre Le Preux nun mit der Künstlergruppe »Mostra«, die er 2016 mit seiner Frau Jocelyne, einer Fotografin gegründet hat. 

Rund 40 Arbeiten

Die beiden haben sich mit dem Maler Dan Bunea und Jan Koller, einer ehemaligen Spitzensportlerin und Mannequin zusammengetan. Das Quartett zeigt in der Galerie in der Obertorstraße rund 40 Arbeiten im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und gestischer Figuration. 

Bereits die Fotoarbeiten von Jocelyne Le Preux-Thimel lassen dabei eine Hinwendung zur Abstraktion und Imagination erkennen. Ihr Blick geht einerseits auf die Ebene der Miniatur und fängt Details ein, rückt Kieselsteine zwischen zwei Betonklötzen in den Fokus ihrer Kamera. Er fokussiert sich aber auch auf Landschaftsausschnitte, die durch unterschiedliche Prismen in miteinander kommunizierende Bildräume aufgeteilt werden.

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Führt zusammen

Pierre le Preux führt Gegenständlichkeit und Abstraktion in seinen Bildern zusammen. Im Rausch sprühender, lebendiger Farben manifestieren sich graphische Elemente, die längst nicht immer einen Bezug zur realen Welt herstellen. Manchmal verdichten sich die Bilder aber auch greifbaren Ansätzen, zu einem konstruierten Felsmassiv, einer aufgewühlten Wasserlandschaft, in die der Bug eines Ruderbootes hineinragt. 

Spiel ohne Grenzen

Jan Koller stammt aus Bratislava und lebt seit vielen Jahren in der Schweiz. Ihre Bilder lassen Horizontlinien und Strukturen erkennen, entführen den Betrachter aber geradewegs in die Welt der Abstraktion. Dan Bunea, ein gebürtiger Rumäne, geht noch einen Schritt weiter. Farbe und Struktur tauchen ein in ein überbordendes Spiel ohne Grenzen, das der Phantasie freien Lauf lässt.

Die Ausstellung der Künstlergruppe »Mostra«, ist noch bis zum 8. April in der Produzentengalerie in der Obertorstraße zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Samstag und Sonntag, 11 bis 15 Uhr.

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