Meißenheim

Bau des "Pumpwerk Kaiserwald" verzögert sich weiter

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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18. Januar 2019

Da der Schutterentlastungskanal (SEK) wohl erst 2020 fertig saniert ist (Foto Mai 2018), verzögert sich die Realisierung des »Pumpwerks Kaiserwald«. ©RP Freiburg

Der Bau des »Pumpwerks Kaiserswald«, das den Zufluss im Schutter/Unditz-System entlasten könnte, verzögert sich weiter. Die Verbandsgemeinden des ZV »Hochwasserschutz Schuttermündung« wollen beim Thema am Ball bleiben.

Seit 2004 wird aus Sicht des Zweckverbands (ZV) »Hochwasserschutz Schuttermündung« der Bau des »Pumpwerks Kaiserswald« als Baustein im Gesamtgefüge des Hochwasserschutzes entlang der Schutter dringlichst erwartet. Jährlich werden für das Projekt 615.000 Euro im Haushalt eingestellt, doch auch in den kommenden Jahren werden die Gelder wohl nicht eingesetzt werden.

In der aktuellen Verbandsversammlung verdeutlichten die Vertreter der sieben Anrainergemeinden im Meißenheimer Rathaus nochmals die Bedeutung der Maßnahme. »Der nächste Hochwasserfall könnte bald einmal eintreten. Wir müssen an dem Thema dranbleiben, auch mal mehr Druck aufbauen«, sagte Thomas Eble (Ortsvorsteher Neuried-Dundenheim). Doch die Aussichten stehen wohl nicht allzu günstig. Jürgen Parden (Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz) erklärte auf Nachfrage Hans-Jörg Hoschs (Neuried-Ichenheim), das Thema befinde sich nach wie vor in der Prüfung durch das RP Freiburg.

600.000 Euro im Haushalt

Da der Schutterentlastungskanal (SEK) voraussichtlich 2020 fertig saniert sei, verzögere sich auch dadurch die Realisierung des Pumpwerks. Zu weit wollte sich Parden nicht aus dem Fenster lehnen, allerdings halte er den Bau »in den kommenden, voraussichtlich fünf Jahren, für unwahrscheinlich«.

Er stimmte Eble zu, dass dem Pumpwerk eine Schlüsselfunktion zukomme, da das Fernhalten von sekündlich bis zu vier Kubikmetern Wasser aus der in die Schutter fließende Unditz sowie der Ableitung dieses Wassers in den SEK das gesamte System Schutter/Unditz entlastet werde. Die über 600.000 Euro will der ZV allerdings auch in den kommenden Jahren weiter im Haushalt einstellen. »Das mag momentan symbolisch erscheinen, wir zeigen damit aber auch nach außen hin deutlich, dass uns dieses Großprojekt weiterhin am Herzen liegt«, verdeutlichte Verbandsrechner Ulrich Adrion.

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Weiteres Thema war die Anpassung von Prozessleitsystem, Messnetz und Wartungsvertrag im Verbandsgebiet. 2009 wurde mit der Firma Innesys ein Vertrag zur Ausrüstung der Bauwerke und 23 Messstellen im Verbandsgebiet geschlossen. An allen Hochwasser-Regulierbauwerken wurden Druckmess-Sonden und Solarpanells installiert, die Wasserstände können seither online eingesehen werden.

Angebote für Updates

Nach acht Jahren wurden bei der Firma nun Angebote für Updates und neue Technik eingeholt. Das betraf die Homepage, wobei die Umstellung rund 14.000 Euro, dazu monatliche Gebühren von rund 1045 Euro kosten würde. Baustein zwei betrifft den Abschluss eines neuen Wartugsvertrags für die Technik, was jährlich mit rund 7135 Euro zu Buche schlägt. Punkt drei ist die Brückensanierung über den Endinger Kanal (Hohnhurst/Hesselhurst).

Eine fehlerhafte fachliche Ausführung an der Brücke macht die Einrichtung einer Messstation zur Prüfung der abfließenden Wasserqualität erforderlich. Mit der Baufirma wird gerade gesprochen, da die ZV-Verwaltung aufgrund der fehlerhaften Brückensanierung der Meinung ist, dass die Firma sowohl die Kosten für Installation der Messstation (10 500 Euro, monatliche Bereitstellung: rund 60 Euro) als auch für die kommenden zehn Jahre Wartungs- und Betriebskosten tragen sollte. 

Die Versammlung befürwortete die Angebote von Innesys und nahm den Brücken-Sachverhalt zur Kenntnis. Die Verwaltung wurde beauftragt, mit der Baufirma einen Vortrag zur Einrichtung der Messstation und der Kostenübernahme abzuschließen.

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