Lahr - Reichenbach

Benefizkonzert für Reichenbacher Albiez-Orgel

Autor: 
Alfons Vögele
Lesezeit 2 Minuten
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22. Januar 2020

Unter der Leitung von Wolfgang Bast spielte das Senioren-Zupforchester Baden-Württemberg in der Reichenbacher Pfarrkirche. ©Alfons Vögele

Ein abwechslungsreiches Benefizkonzert erlebten die Zuhörer in der Kirche Reichenbach.

Mit dem Benefizkonzert des Senioren-Zupforchesters Baden-Württemberg zugunsten der historischen Albiez-Orgel setzten die 35 Musiker unter der Leitung von Wolfgang Bast einen großartigen, würdigen Abschluss unter die Feiertage in der Reichenbacher Pfarrkirche. Viele waren gekommen, um diese besondere Art von Musik zu hören.

Am Anfang stand die „Suite Nr. 6“ aus dem „Journal du Printemps“ von Johann Caspar Ferdinand Fischer (1665 bis 1746). Der Rastatter Hofkapellmeister verband höfische Tanzmusik des Barock mit französischen Einflüssen, die in den sechs Sätzen abwechslungsreich und melodiös wiedergegeben wurden.  

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Vom Dirigenten Wolfgang Bast (geb. 1949) erklang das „Divertimento Nr. 1“. Er schrieb das dreisätzige Werk 1967 im Alter von 17 Jahren; es wurde nach der Uraufführung im Saarländischen Rundfunk einem breiten Publikum vorgestellt. Das köstliche Werk reiht sich harmonisch in die Literatur für Saiteninstrumente ein Mit Konrad Wölki (1904 bis 1983) kam ein Spezialist für Zupforchester zu Gehör. Der „Ehrenretter der Mandoline“ verarbeitete in seinem „Rondo scherzoso“ eine Vielzahl von überraschenden Variationen und burlesken Einfällen, die das kleine Werk zu einer einzigartigen Rarität machen. Von besonderem Reiz war das „Suite Nr. 6 d-moll“ von Leopold Mozart (1719 bis 1787), die der Salzburger Hofkapellmeister für seinen siebenjährigen Sohn Wolfgang in einem eigenen Notenbüchlein gewidmet hat. Die Heiterkeit der fünf Tanzsätze übertrug sich auf die Zuhörer. 

Von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 bis 1791) erklangen zwei eher unbekannte kleine Werke. Die Sopranistin Ute Bidlingmaier interpretierte mit dem Zupforchester die beiden Lieder „Zufriedenheit“ (KV 349) und „An die Zither“ (351) in der Bearbeitung von Siegfried Behrend. Ihre luzide Sopranstimme fand noch eine Steigerung in dem „Ave Maria“ des römischen Komponisten Giulio Caccini (1550 bis 1618). Das nur aus zwei Wörtern bestehende geistliche Werk mit seinem weihevollen Charakter durchschwebte den weiten Kirchenraum und brachte der Sopranistin und dem Orchester Sonderapplaus, wodurch die Zuhörer in den Genuss kamen, das wundervolle Werk noch einmal zu hören.

Ulrich Billian, Vorsitzender des Orgelbau-Fördervereins, dankte für dieses Geschenk zugunsten der Orgel. In Anlehnung an Dirigent Wolfgang Bast und die Salzburger Meister meinte er mit einem Augenzwinkern: „Salzburg hat seinen Wolfgang, Reichenbach aber auch.“

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