Schwanau

Bevölkerung kann sich in Bürgerwerkstatt zu Wort melden

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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15. Juni 2019

Das Schwanauer Rathaus. ©Thorsten Mühl

Mit der Bürgerwerkstatt am 25. Juni vollzieht die Gemeinde Schwanau die nächste Stufe zum Voranbringen des kommunalen Entwicklungskonzepts. Ein Blick auf die bisherigen Stufen in diesem Prozess, der bereits seit 2017 andauert.

Die Umsetzung eines kommunalen Entwicklungskonzepts wurde in Schwanau bereits in der Vergangenheit auf die Liste der Projektwünsche gesetzt. Es dauerte jedoch bis 2017, um den Prozess zu beginnen, weil meist noch andere Themen abzuarbeiten waren. In Kooperation mit der Steg Stadtentwicklung, einem bewährten Partner der Riedkommune, entstand im ersten Schritt ein Fragebogen für eine im Herbst 2017 aufgelegte Haushaltsbefragung.

Mithilfe eines 27 Fragen umfassenden Bogens äußerten sich die rund 3300 Haushalte zu zentralen Fragen und Themen in und um Schwanau, wobei rund 20 Prozent Rücklaufquote positiv verbucht wurden. Die Vorstellung der Auswertungen im April 2018 zeigten: Vieles wurde als gut und funktionierend erachtet – die Wohnqualität beispielsweise. Andererseits bemängelten die Bürger auch Punkte wie Nahversorgung, ÖPNV oder auch den ausbaufähigen Zusammenhalt als Gesamt-Schwanau. Diese Resultate mündeten in die nächste Stufe des Prozesses. 

Gemeinsame Rundgänge

In sämtlichen Ortsteilen fanden im Herbst 2018 gemeinsame Ortsrundgänge mit Elmar Groß (Steg Stadtentwicklung) statt. Zwischen 30 und 50 Bürger beteiligten sich an den Rundgängen, sprachen im offenen Diskurs Themen an, die ihnen in den Ortsteilen zusagen und wo sie mit Blick auf die Zukunft zentralen Handlungsbedarf sehen. Diese Erkenntnisse, Vorschläge und Ideen wurden durch den Dienstleister ausgewertet, in den folgenden Monaten auf Ebene der Ortsvorsteher, mit den Ortschaftsräten und im Gemeinderat intensiv debattiert und aufbereitet. 

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Die Frage, welcher Sinn und Zweck hinter dem Konzept steht, mag sich dem Bürger im Laufe des Prozesses zwischendurch gestellt haben. Darauf lassen sich mehrere Antworten liefern. Das Konzept ist kein Papiertiger, sondern soll erstens konkrete grundsätzliche Leitlinien liefern, wohin sich Schwanau in den kommenden Jahren hin entwickeln soll. Eine Art Wegweiser in die Zukunft soll es also darstellen. Zweitens soll über die im Prozess gewählten Instrumente – Haushaltsbefragung, Ortsrundgänge, in Kürze eine Bürgerwerkstatt – das Thema Bürgernähe und Bürgerbeteiligung, aber auch das Interesse an der Gesamtgemeinde gestärkt werden.

Und drittens: Das Konzept ist zum Beispiel Voraussetzung für Fördermaßnahmen im Rahmen des Bund-Länder-Programms. Nach dem erfolgreichen Abschluss in Ottenheim soll Nonnenweier nun als nächstes für die Verwirklichung von Projekten ins Auge gefasst werden. Dazu sind aber auch entsprechende Fördermittel unerlässlich, an die ohne ein fertig ausgearbeitetes Konzept nicht zu denken ist.

Stufe drei

Am Dienstag, 25. Juni, findet ab 18.30 Uhr in der Allmannsweierer Silberberghalle nun mit einer Bürgerwerkstatt Stufe drei des Prozesses statt. Zum einen werden dabei die Ergebnisse, auf deren Basis das Konzept erstellt wird, vorgestellt. Zum anderen sollen die Bürger Ideen, Meinungen und Vorschläge einbringen, damit alles in ein abgerundetes Konzept münden kann. Ein wesentlicher Punkt bleibt, ein Konzept für ganz Schwanau aufzulegen, wie Bürgermeister Wolfgang Brucker bereits beim Neujahrsempfang verdeutlicht hatte. »Sinn macht das alles nur, wenn es ein gemeinsames, ein verbindendes Konzept für die Entwicklung unserer Gemeinde wird«, appellierte der Rathauschef im Januar.

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