Meißenheim/Schwanau

Bezirksimkerverein Ried steht auf stabilen Beinen

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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08. Dezember 2018

Vorsitzender Horst Rosewich wird nach 30 Jahren sein Amt in jüngere legen. ©Archivfoto: Hans Spengler

Insgesamt steht der Bezirksimkerverein Ried auf stabilen Beinen. Für kommendes Jahr zeichnen sich allerdings Veränderungen im Vorstand ab. Nach 30 Jahren wird Vorsitzender Horst Rosewich die Verantwortung dann in jüngere Hände legen.
 

Die Hauptversammlung des Bezirksimkervereins Ried, dessen Einzugsgebiet das Areal zwischen Wittenweier und Dundenheim abdeckt, offenbarte am Mittwochabend viele gute Nachrichten. Erneut konnte Vorsitzender Horst Rosewich von einer geringen, aber weiterhin konstant steigenden Mitgliederzahl berichten. Derzeit stehe man bei rund 50 Aktiven, doch für 2019 liegen bereits drei Neuanmeldungen junger Nachwuchsimker aus Schwanau vor. 

»Seit etwa acht Jahren ist da ein gewisser Trend abzulesen, das freut uns natürlich«, erzählt Rosewich im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Er sieht einen Aspekt für diesen Trend nicht zuletzt auch in aktuell diskutierten Themen wie dem Insektensterben. »Die Bevölkerung ist dadurch sensibilisiert, die Arbeit von uns Imkern, die bei diesem Thema direkt involviert sind, erfährt auch dadurch Wertschätzung«, zeigt Rosewich auf. Auf Nachfrage zu den direkten Auswirkungen des Insektensterbens auf die Arbeit der Imker sagt der Imkermeister: »Man kann sagen, dass wir jedes Jahr zwischen fünf und 20 Prozent an Völkerverlusten erleiden.« 

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Während die Mitgliederentwicklung nach oben geht, wird im Frühjahr 2019 die Vorstandsbesetzung als wichtiges Thema in den Mittelpunkt rücken. Die Versammlung wurde darüber informiert, dass Rosewich kommendes Jahr - nach dann 30 Jahren - sein Amt in jüngere Hände legen werde. »Ich werde dem Verein weiter beratend verbunden bleiben, aber im Vorstand werden andere die Verantwortung übernehmen. Der Verein ist auf einem guten Weg, wir werden eine Mischung aus neuen Gesichtern und bewährten Kräften haben«, kündigte Horst Rosewich an.

In seinem Jahresbericht sprach der Vorsitzende von einem Bienenjahr, das ein ziemlich feuchtes und kühles Frühjahr mit Regenfällen bis in den Mai hinein einleitete. Zur Zeit der Akazienblüte kam es dann schlagartig zum Wetterumschwung, eine gute Blütenhonigzeit war die Folge. Bis Oktober schloss sich ein heißer, trockener Sommer an, dessen ungeachtet im Schwarzwald Tanne, Fichte und Edelkastanie intensiven Honigtau lieferten. »Wir bekamen einen sehr guten Waldhonig, die Hitze hat den Völkern insgesamt wenig anhaben können. Wichtig war für die Imker allerdings, ihren Völkern schattige Stellplätze zu verschaffen.« 
Insgesamt steht der Bezirksimkerverein Ried auf stabilen Beinen. Für kommendes Jahr zeichnen sich allerdings Veränderungen im Vorstand ab. Nach 30 Jahren wird Vorsitzender Horst Rosewich die Verantwortung dann in jüngere Hände legen.
Rechner Horst Danzeisen informierte über ein kleines Kassenplus, während Schriftführer Werner Seiler wichtige Jahresstationen Revue passieren ließ. Dazu zählten unter anderem der Besuch einer Abordnung beim Hohenheimer Tag in Stuttgart sowie der Besuch zahlreicher Fortbildungsmaßnahmen an der Badischen Imkerschule in Oberentersbach (Kinzigtal). Schmerzlich war dagegen aus Vereinssicht der Verlust von Gründungsmitglied Werner Rieth (Ottenheim) Ende Januar. »Er war ein wunderbarer Mensch – Musiker, Schmiedemeister und Imker, gerade in geselliger Hinsicht hat sein Tod eine schmerzliche Lücke hinterlassen«, würdigte der Vorsitzende Rieth, der fast 70 Jahre Mitglied im Bezirksimkerverein und viele Jahre stellvertretender Vorsitzender war.

Info

Bezirksimkerverein Ried

◼ Vorsitzender: Horst Rosewich, • 0 78 24/ 6 62 67 97
◼ Gegründet: 1902, offizielle Neugründung: 1948
◼ Mitglieder: rund 50
◼ Internet: bienenrose.wordpress.com

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