Friesenheim/Heiligenzell

"Bläck Elli" wirbt in Friesenheim für die 1000-Jahrfeier

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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06. Februar 2016
Am Samstag, 13. Februar, sticht die »Bläck Elli« in See – genauer gesagt: in den Dorfbach im Kernort, um Werbung für die 1000-Jahrfeier zu machen.

(Bild 1/2) Am Samstag, 13. Februar, sticht die »Bläck Elli« in See – genauer gesagt: in den Dorfbach im Kernort, um Werbung für die 1000-Jahrfeier zu machen. ©Wolfgang Schätzle

Narrenschiff »Bläck Elli« wird zum Werbeträger der 1000-Jahrfeier in Friesenheim. Und in Heiligenzell soll ein zwölf Meter hoher Leuchtturm auf das Dorfjubiläum aufmerksam machen.

»Wir machen etwas! Wenn keiner etwas macht, stirbt das Dorf aus.« Roland Herzog gehört zweifelsohne zu den Machern der 1000-Jahrfeier von Friesenheim und Heiligenzell. Und an Ideen mangelt es dem Friesenheimer Geschäftsmann wahrlich nicht. Dazu gehören vor allem zwei außergewöhnliche Werbeträger, wobei jeder seinen eigenen Ort bekommt. Für Friesenheim, wo Herzog zu Hause ist, hat er mit seinen Freunden von der Narrengruppe »S' Grotteloch« das Piratenschiff »Bläck Elli« dazu auserkoren. 

Logo auf Segel

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Mit viel Liebe wird das elf Meter lange und knapp vier Tonnen schwere Schiff derzeit auf Herzogs Firmengelände in der Siemensstraße auf den außergewöhnlichen Einsatz vorbereitet. »Bläck Elli« wurde von der privaten Narrengruppe im vergangenen Jahr gebaut und begleitete sie fortan bei diversen Fasnachtsumzügen. Das Schiff ist sogar mit Kanonen ausgestattet, echt sind diese natürlich nicht. Sie sehen nur so aus, sind jedoch aus Holz. Speziell zur Jubiläumsaufgabe als Werbeträger wird das Schiff nun noch mit ein paar zusätzlichen Details wie beispielsweise einem Steuerrad ausgestattet. Es bekommt Masten, und die Segel tragen das Logo des Jubiläums. 

Am Samstag, 13. Februar, wird das Schiff im Zentrum des Kernorts installiert. Das heißt, es wird in Höhe der alten Schule beziehungsweise der Postagentur auf den Dorfbach gesetzt, an die Stelle also, an der die Friesenheimer Hauptstraße wieder zusammengeführt wird. Das 1000-Jahre-Werbeschiff nutzt dabei das Geländer als Stütze und wirkt damit so, als schwebe es über das Gewässer hinweg. Ein richtiges Spektakel, wofür ein Autokran benötigt wird. Herzog hofft, dass möglichst viele bei dieser Aktion dabei sein wollen. »Da muss was gehen in Friesenheim«, lacht er im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Es sei für ihn wichtig, dass auch viele Kinder da sein werden. »Die träumen doch von so etwas, die erzählen dann auch überall davon.« Das habe somit auch den erhofften Werbeeffekt.

Um 10 Uhr soll das Spektakel mit der Vorbereitung für die Ankunft des Schiffs am Dorfbach losgehen. »Vier Balken, acht Auflagepunkte« werden laut Herzog benötigt. Hört sich einfach an, ist es aber nicht. Das Konstrukt muss passen, dann kann das Schiff »einlaufen«. Gegen 11 Uhr soll dann »Bläck Elli« am neuen Ankerplatz ankommen. Und ab 13 Uhr soll die Ankunft im »Jubiläumshafen« mit Festbier, Festwein und Musik gefeiert werden. Musiker aus beiden Orten tragen zur Unterhaltung der Zaungäste bei. Unter anderem werden es auch die Driewili-Stampfer am Samstag nach Fasnacht noch einmal so richtig krachen lassen.

Info

Ein Leuchtturm für Heiligenzell

Was gehört zu einem Schiff? Ein Leuchtturm! Das wird der Werbeträger fürs Jubiläum in Heiligenzell. Stehen wird er auf dem Festplatz.

Die Konstruktion für das Innenteil des zwölf Meter hohen Leuchtturms ist so gut wie fertig. Die Bodenplatte für den Aufbau steht auch schon bereit. Die Außenhaut bekommt trapezförmige Fenster ringsherum und eine Tür, denn innen wird eine Wendeltreppe bis ganz nach oben führen. Dort gibt es ein Podium von eineinhalb Metern Höhe mit einer Reling, an der die Leute stehen können. Abgeschlossen wird das Ganze mit einem Lichtwerk. Aber nicht nur der Leuchtturm, auch das Schiff wird beleuchtet sein, ebenso die Arena auf dem Festgelände – »eine wunderbare Sache«, schwärmt Roland Herzog.
Bei der Standortwahl für den Leuchtturm sei es nicht nur darum gegangen, dass auch Heiligenzell seinen Werbeträger hat. »Wir müssen den Leuchtturm dort hinstellen, wo er einen Sinn macht.« Vom Leuchtturm aus könne man dann über das Festgelände, den alten Heiligenzeller Sportplatz, schauen. 
Apropos Hinaufgehen: »Wenn jemand hoch will, bin ich dabei«, sagt Herzog – sprich: Ansonsten bleibt die Tür zu. Er könne sich aber vorstellen, dass samstags von 10 bis 12 Uhr Begehungen angeboten werden. Aufgebaut wird der Leuchtturm Ende März/Anfang April, verbunden wieder mit einem Fest, bei dem der Heiligenzeller Musikverein spielt. 

Etwa alle sechs Wochen müsse es etwas Neues geben, findet Herzog: »Jetzt das Schiff, dann der Leuchtturm, danach die Arkaden und der Festplatz.« Für Letzteren sucht er noch einen passenden Namen. »Vielleicht nennen wir das Festgelände versunkene Stadt oder wiedererstandene Stadt.«

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