Schwanau - Allmannsweier

"Brass 5" begeistert in Kirche Allmannsweier

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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18. Januar 2017
Das Quintett »Brass 5« überzeugte in Allmannsweier mit dem Auftritt in der Kirche (von links): Michael Czakalla, Stefan Kessler, Walter Willaredt, Steven Böhringer und Jörg Engler.

Das Quintett »Brass 5« überzeugte in Allmannsweier mit dem Auftritt in der Kirche (von links): Michael Czakalla, Stefan Kessler, Walter Willaredt, Steven Böhringer und Jörg Engler. ©Thorsten Mühl

Gemeinsam mit dem Allmannsweierer Solisten Markus Nierlin trat das Kenzinger Bläserquintett »Brass 5« zu einem Benefizkonzert zugunsten der Philippinen-Initiative in der Allmannsweierer Dorfkirche auf.

Seit rund 15 Jahren spielen »Brass 5« zusammen. Das Quintett setzt sich aus Aktiven der Kenzinger Stadtkapelle zusammen. Im Laufe der Jahre hat sich das Musizieren als Quintett für die »fünf Freunde« (Tubist Walter Willaredt) zum vergnüglichen Nebenprojekt entwickelt. Vergnüglich einerseits, aber auch am guten Zweck orientiert. Die Spezialität von »Brass 5« sind Benefizkonzerte, deren Erlöse über die Jahre hinweg zugunsten verschiedener Projekte bereits über 15 000 Euro eingebracht haben. In diesem Rahmen wurden auch schon Konzertreisen, beispielsweise nach Frankreich, unternommen.

Die aus Willaredt, den Hornisten Stefan Kessler und Michael Czakalla sowie den Trompetern Steven Böhringer (gebürtig aus Allmannsweier) und Jörg Engler bestehende Besetzung trat am Sonntag in der gut besuchten Allmannsweierer Dorfkirche auf. Die Musiker spielten zugunsten des Vereins Philippinen-Initiative. Als Gastsolist gab auch Gitarrist Markus Nierlin als Lokalmatador während der rund einstündigen Veranstaltung einige Stücke zum Besten.

Was macht nun »Brass 5« aus? Das Quintett kennt sich bestens, ist blind aufeinander eingespielt. Mit ihrem umfangreichen Repertoire meistern die Musiker eine breit angelegte Anforderung, an der andere Gruppierungen bereits jämmerlich gescheitert sind in der Vergangenheit. Die Kenzinger decken einerseits Werke der Klassik, andererseits Werke aus der modernen Popmusik sowie des klassischen Blasmusik-Katalogs ab. Eine Bandbreite, die sich durch frische, präsente Klangbilder auszeichnet, aber auch mit einer Prise Humor garniert werden. Einheitsbrei? Fehlanzeige. Hier sind wahre Könner am Werk, was alle Beteiligte des Konzerts ausdrücklich einschloss.

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Das zweite Mal

Zur Gruppendynamik innerhalb von »Brass 5« gab Walter Willaredt ganz eigene Einblicke. »Wir sind alle Chefs. Bei der Stückauswahl sieht das so aus: Die Trompeter wollen Rossini, die Hornisten Bach – also spielen wir Händel.«
Viele der Stücke waren den Zuhörern bekannt, in dieser Form interpretiert dann aber doch neu. Das galt für den im wahrsten Sinne pompösen wie pathetischen Marsch »Pomp & Circumstance«, Georg Friedrich Händels »Halleluja-Chorus« oder auch Bryan Adams Schmacht-Hymne »Everything I do (I do it for you)«.

Insgesamt waren die Musiker nach 2009 bereits zum zweiten Mal in Allmannsweier zu Gast, auch damals spielten sie zugunsten eines Philippinen-Projekts. Während Kristina Kunz das Projekt vorstellte, konnte sich das begeisterte Publikum an den Künsten Markus Nierlins, dem einzigen Profimusiker unter den sechs Beteiligten, erfreuen. Das galt für das im Duett mit Steven Böhringer interpretierte »Autumn Leaves« wie auch die weiteren ausdrucksstarken Stücke »Lágrima« und »Tango en Skai«. Queens »Bohemian Rhapsody« sowie mehrere Zugaben rundeten einen genussvollen Konzertabend ab.

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