Friesenheim - Oberweier

Bürger aus Partnergemeinde Dorlisheim zu Besuch in Oberweier

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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11. Juli 2019

Dorlisheims Bürgermeister Gilbert Roth begutachtete die Ausstellung im Heimatmuseum der Partnergemeinde Oberweier. ©Wolfgang Schätzle

Heute sind sie Freunde und erinnern sich gemeinsam an die einst kriegerischen Auseinandersetzungen. Statt Kriege zu führen wird gemeinsam gefeiert. Es sind immer wieder Tage des Friedens und der Freundschaft, wenn Dorlisheim und Oberweier zusammenkommen.

Krieg sei blöd, bringe nichts, sagte einst Dorlisheims Bürgermeister Gilbert Roth bei einem Freundschaftstreffen in Dorlisheim und lud im vergangenen Jahr die Oberweierer am 11. November, dem Tag an dem sich zum 100. Mal das Ende des Ersten Weltkriegs jährte, zu einer gemeinsamen Feier nach Dorlisheim ein. Es sollte ein Tag der Freundschaft werden, verbunden mit historischen Momenten. Wenn eine Jumelage (Partnerschaft) das hinbringt, dann ist es schon ein Zeichen von Qualität, so Roth damals. Und es wurde schließlich ein Tag der Freundschaft, ein Tag für den Frieden, ein Tag unter Freunden. 

Ein Überraschungsgast

Oberweier und Dorlisheim sind seit 2014 miteinander verschwistert, Kontakte in die elsässische Partnergemeinde gibt es allerdings schon viel länger. Die aktuelle Ausstellung im Heimatmuseum in Oberweier befasst sich ebenfalls mit dem Ersten Weltkrieg. Dies war nun Anlass für die Dorlisheimer am Sonntag einen Besuch bei ihren Freunden in Oberweier abzustatten. Es war jedoch nicht nur eine Delegation, sondern gleich ein ganzer Bus fuhr am Sonntagmorgen in der Dorfmitte vor.

Mit dabei natürlich Dorlisheims Bürgermeister Gilbert Roth und als Überraschungsgast Heinrich Leo Golz, der aus einer Nachbarkommune von Dorlisheim, nämlich aus Mutzig kommt. Golz ist Konsul der Bundesrepublik Deutschland in Straßburg. Als er am Tag zuvor von dem Treffen erfuhr, hatte er spontan zugesagt.

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Kleine Fotostrecke

Die jetzt präsentierte Ausstellung beinhaltet neue Dokumente, die zuvor bei der ersten Präsentation noch nicht gezeigt wurden und eine kleine Fotostrecke zu den Feierlichkeiten im vergangenen Jahr in Dorlisheim. Momente, die von Oberweiers Hobbyfotograf und Archivar Albrecht Stuber festgehalten wurden. Ulrich Weschle, Präsentations-Chef im Förderkreis Oberweierer Heimatgeschichte, betonte bei der Begrüßung auf dem Vorplatz des Museums, dass man auf beiden Seiten des Rheins die richtigen Schlüsse aus den damaligen Ereignissen gezogen hat.

Somit könne man heute sagen: »Wir freuen uns, es sind Freunde zu Besuch«. Kriegerische Auseinandersetzungen links und rechts des Rheins werde es durch solche Beiträge nie mehr geben. Ein wichtiger Beitrag sei auch, die teilweise noch vorherrschenden Sprachbarrieren zu überwinden.

»Wir sind sehr stolz auf unsere Freundschaft mit Ihnen«, sagte Bürgermeister Erik Weide, der zugleich auf die guten deutsch-französischen Verbindungen der Gemeinde Friesenheim verwies. Neben Oberweier mit Dorlisheim gibt es nämlich auch zwischen Schuttern und Herbsheim eine gut funktionierende Partnerschaft. Und Friesenheim selbst ist mit Tavaux verschwistert. Neben all dem Offiziellen sei heute fast noch wichtiger die Freundschaft untereinander, das gemeinsame Feiern, meinte Ortsvorsteher Andreas Bix.

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