Friesenheim - Oberschopfheim

Bundesliga: Oberschopfheimer Schützen scheitern in Relegation

Autor: 
Frank Hansmann
Lesezeit 3 Minuten
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21. Februar 2020

Gespannt verfolgte das Publikum in Oberschopfheim die Wettkämpfe der Schützen in der Bundesliga. ©Frank Hansmann

Schade – Oberschopfheims Schützen konnten in der Relegation den Klassenerhalt für die zweite Bundesliga nicht sichern. Das heimische Publikum bedauert dies.

Aus Sicht des Publikums war der Bundesliga-Wettkampf am zweiten Januarsonntag ein Volltreffer gewesen. Rund 400 Zuschauer erlebten den Tag über hautnah spannende Schießwettkämpfe. Zumindest auf absehbare Zeit scheint dieser sportliche Höhepunkt eine Eintagsfliege gewesen zu sein. Die junge Mannschaft des Schützenvereins (SV) konnte das sportliche Ziel Klassenerhalt nicht erreichen und steigt in die Südbadenliga ab. Die Messlatte für die am Wochenende in Pforzheim ausgetragenen Relegationswettkämpfe war hoch.

Großes Ziel verfehlt

Dennoch hofften die Mannschaftsschützen um Michaela Huck, Anne Gasser, Korvin Kürner, Oliver Michelmann und Anne Kazmaier bis zuletzt auf den Klassenerhalt. Doch am Ende reichte es nicht, einen der beiden ersten Plätze herauszuschießen. Nur das Siegerduo aus Heitersheim und Jockgrim konnte auf diesem Wege die Klasse halten. Der SV reihte sich mit einem beachtlichen fünften Platz ein, verfehlte jedoch das große sportliche Ziel um insgesamt 17 Ringe aus zwei Wettkämpfen. Schon die ganze Saison über hatte der jungen Truppe oftmals das notwendige Quäntchen Glück gefehlt. Niederlagen um ein oder zwei Ringe gab es einige. Ein Sieg mehr beim Heimkampf hätte ausgereicht, um die Klasse zu halten.

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„Vielleicht schaffen wir irgendwann noch einmal den Aufstieg. Das Oberschopfheimer Publikum würde sich sicher freuen“, so Michaela Huck. Angesichts Kosten von 5000 Euro für Errichtung einer Schießanlage in der Auberghalle, fragte der Lahrer Anzeiger nach, ob diese Kosten für den SV überhaupt dauerhaft zu stemmen wären. „Ja, mit der Hilfe unserer Sponsoren hätten wir das erneut in Angriff genommen“, sagt Huck. Für Optimismus hätten sowohl der große Zuspruch und auch die durchweg positiven Resonanzen aus dem Publikum gesorgt, ergänzt sie.

Auch die Frage nach den Ambitionen für einen direkten Wiederaufstieg beantwortete Huck. „Das wird schwer, da in der Südbadenliga richtig starke Mannschaften schießen.“ Das Reglement auf dem Weg zurück in die zweite Bundesliga dürfte den erhofften Wiederaufstieg nicht einfach gestalten. Die ersten beiden Plätze zum Abschluss der Südbadenliga bedeuten nicht automatisch den Wiederaufstieg. Diese beiden Mannschaften müssen sich in Relegationswettkämpfen durchsetzen. 

Einige Veränderungen

Dass dies zu schaffen ist, bewies die Mannschaft vor rund einem Jahr. Doch die personelle Situation in der Mannschaft erscheint schwierig. Huck schließt nicht aus, dass ein oder zwei Schützen die Mannschaft verlassen, weil sie aus beruflichen Gründen umziehen. In Sachen Trainer steht bereits eine Veränderung fest. Hucks Bruder Christian wird kürzer treten. Gerhard Kupfer wird dann alleine für die Mannschaft verantwortlich sein. Für Michaela Huck gilt es zunächst ihre eigene Form wieder zu finden: „Mit dreieinhalb Ringen unter dem Vorjahresschnitt war ich nicht zufrieden“, sagt Huck selbstkritisch.

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