Zum 50. Geburtstag

Bürgermeister Ibert will Diskussion über Zukunft der Bäder in Lahr

Bastian Bernhardt
Lesezeit 3 Minuten
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27. März 2024
In der Lahrer Innenstadt konnten im März 1966 Lahrer Bürger an der Hallenbad-Lotterie teilnehmen. Bürgermeister Rudolf Ritter, Stadtkämmerer Friedrich Dilger und Stadtrat Eugen Landerer (von links) freuten sich.

In der Lahrer Innenstadt konnten im März 1966 Lahrer Bürger an der Hallenbad-Lotterie teilnehmen. Bürgermeister Rudolf Ritter, Stadtkämmerer Friedrich Dilger und Stadtrat Eugen Landerer (von links) freuten sich. ©Zur Verfügung gestellt

Lahr feiert den 50. Geburtstag des Hallenbads mit diversen Veranstaltungen. Klar ist, dass das Bad einen großen Sanierungsstau aufweist.

Dass das Lahrer Hallenbad inzwischen deutlich in die Jahre gekommen ist, bestätigte Oberbürgermeister Markus Ibert am Montag im Rahmen eines Pressegesprächs. "Das Hallenbad ist nicht mehr auf dem Stand und es gibt einen Sanierungs- und Neuerungsbedarf, das ist klar", so Ibert.

Während die Einrichtung in die Jahre komme, stiegen gleichzeitig die Anforderungen, meinte der OB mit Blick auf energetische Voraussetzungen und die Konkurrenz von Spaßbädern. Er verwies auf einen Sachstandsbericht zur Lahrer Bäderlandschaft und insbesondere zur Situation des Hallenbads, der im Herbst dem Gemeinderat vorgelegt werden solle. In diesem Zusammenhang sollen Besucherzahlen, laufende Kosten und Investitionen betrachtet werden. "Wir müssen uns fragen, was wir uns das Hallenbad kosten lassen wollen", so Ibert.

OB wünscht sich breite Diskussion

Sein Eindruck sei, dass insbesondere Familien das Lahrer Hallenbad nach wie vor schätzten. Im Sommer sei das Angebot an Bademöglichkeiten mit dem Terrassenbad, den Baggeerseen und den Vereinsbädern in Reichenbach und Sulz sehr gut. "Dieses Angebot kann sich aber auch fortentwickeln", sagte Ibert. Es gehe auch um die Frage des Profils. Ein öffentliches Hallenbad könne nicht dieselben Aufgaben erfüllen wie ein privatwirtschaftlich betriebenes Spaßbad. Ibert: "Es geht auch um viel Geld". Er wünsche sich im Herbst eine breite Diskussion bezüglich der künftigen Bäderlandschaft Lahrs.

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Bei der Finanzierung anstehender Investitionen baue er auf eine Kraftanstrengung des gesamten Großraums Lahr inklusive Kreis und Land. "Wir haben als Mittelzentrum eine gewisse Zentralitätsfunktion", so Ibert. Dabei sei die Verwaltung durchaus offen für Finanzierungskonzepte, die auch schon vor 50 Jahren funktionierten. Damals hatte der Lahrer Stadtrat Eugen Landerer den Impuls gegeben, in der Lahrer Stadtgesellschaft Spenden für den Bau des Hallenbads einzutreiben – mit Erfolg.

Eine halbe Million D-Mark war seinerzeit zusammengekommen, womit das Grundstück gekauft werden konnte. "Heute würde man von einem großen bürgerschaftlichen Engagement sprechen", sagte Ibert. Sechs Millionen D-Mark hatte das Hallenbad damals gekostet. Die Summe war auch mit Zuschüssen von Stadt, Kreis und Land gestemmt worden. An die Hintergründe den Spendensammlung fürs neue Lahrer Hallenbad vor mehr als 50 Jahren erinnerte Stadtarchivar Thorsten Mietzner.

Zuschuss und Gäste

Nach Auskunft von Ralf Brucker, in der Verwaltung zuständig für die kommunalen Bäder, muss die Stadt beim Betrieb des Hallenbads jährlich rund 660.000 Euro zuschießen. 80.000 Badegäste zähle man jedes Jahr. Die Frage, ob und in welcher Höhe künftig Investitionen ins Hallenbad nötig sind, sei nicht kalkulierbar. Erst vor einer Woche hatte der Gemeinderat Arbeiten an der Warmwasserbereitung des Hallenbads im Wert von knapp 580.000 Euro beauftragt. Grund ist eine Belastung des Trinkwassernetzes des Hallenbads mit Legionellen. CDU-Gemeinderat Rudolf Dörfler sah zwar die Notwendigkeit der Arbeiten. "Das Hallenbad ist aber eine marode Burg", so Dörfler.

Das Lahrer Hallenbad hat auch eine wichtige Funktion für den Schwimmverein, die Ausbildung von Rettungsschwimmern und Polizeianwärtern. An die 5000 Eintritte zählt das Hallenbad jedes Jahr seitens der Hochschule für Polizei. Rund 8000 Kindern sei in 50 Jahren im Lahrer Hallenbad das Schwimmen beigebracht worden. Claude Woitschitzky, bis zum vergangenen Jahr langjähriger Betriebsleiter der Lahrer Bäder, betonte den Wert des Hallenbads auch für die älteren Leute. "Es hat auch eine Funktion als Treffpunkt", so Woitschitzky. 

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