Friesenheim - Oberschopfheim

CDU-Ortsverband Oberschopfheim blickt auf 70 Jahre

Frank Hansmann
Lesezeit 3 Minuten
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25. April 2019

Der Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Ewald Schaubrenner (von links) mit seinen beiden Vorgängern Albrecht Burbach und Willi Ehret. ©Frank Hansmann

70 Jahre nach Gründung blicken die Verantwortlichen des CDU-Ortsverbands Oberschopfheim im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger auf ihre Geschichte und wagen auch einen Blick in die Zukunft. Heute, Freitag, wird das Jubiläum im Clubheim gefeiert.
 

Als der CDU-Ortsverband Oberschopfheim am 29. Dezember 1948 gegründet wurde, war Albrecht Burbach gerade einmal zwölf Jahre alt. Nur wenige Jahre später, 1954, gelang es dem damaligen Gründungsvorsitzenden Josef Holzenthaler (»Kunste-Sepp«) den Jüngling Burbach für die Partei-Arbeit im Ort zu begeistern. 

Erste politische Schritte

»Er ließ mir damals keine Ruhe bis ich eintrat«, erinnert sich Burbach noch heute an seine ersten politischen Schritte. Gründungsvorsitzender Holzenthaler hatte offenbar früh die politischen Fähigkeiten von Burbach erkannt. Denn bereits 1974 löste Burbach Josef Bruch als Vorsitzenden ab, nachdem Bruch 1963 die Nachfolge des Gründungsvorsitzenden Holzenthaler angetreten hatte.

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70 Jahre nach seiner Gründung zählt der CDU-Ortsverband 31 Mitglieder. Zu viele zum Sterben, zu wenige zum Überleben? Diese Frage stellte der Lahrer Anzeiger. »Mit dieser Frage habe ich gerechnet, diese muss man stellen«, zeigte sich Ewald Schaubrenner (Vorsitzender seit 2015) offen. Der Vorsitzende spricht von einem gut funktionierenden Gemeindeverband, der als Plattform die lokalen Aktivitäten bündelt. 

Gerade in der aktuellen Situation um den Wahlkampf sieht er die Arbeit in den Ortsverbänden noch immer am besten aufgehoben. »Mit 31 Mitgliedern macht es jedoch wenig Sinn Veranstaltungen durchzuführen. Dies trifft gleichermaßen auch auf andere Ortsverbände zu«, meint Schaubrenner. Dass irgendwann die Stunde des Zusammenschlusses auf Gemeinde-Ebene kommen könnte, schließt er längst nicht aus.

»Es war einmal – die Zeiten voller Säle mit prominenten Parteimitgliedern als Redner sind vorbei«, so auch die Erkenntnis von Burbach. Einen Grund dafür findet Willi Ehret (Vorsitzender von 1993 bis 2015) in der veränderten Medienlandschaft. »Die Bürger informieren sich über das Internet. Ehret selbst stellt bis heute immer wieder unter Beweis, dass auch von unterster parteipolitischer Ebene eine Teilnahme an den politischen Gremien bis in höchste Ebenen möglich ist. »Alle sollen das Recht haben sich einzubringen«, fordert er im Gespräch mit Nachdruck. Durch regelmäßigen Schriftverkehr zu den Partei-Oberen erfreut er sich regelmäßig an Informationen aus erster Hand. 
Im Sinn der Sache
Insgesamt betrachtet sehen die drei CDU-Urgesteine Unterschiede in der Parteienlandschaft. Auf lokaler Ebene, im Ortschaftsrat jedoch kaum. Es sei gut, dass die Farbe der Partei hier eine untergeordnete Rolle spiele. »Hier wird im Sinn der Sache zusammengestanden. Schließlich gibt es keine schwarze, rote oder grüne Schule«, verdeutlicht Ehret die gemeinsamen Interessen beispielhaft am Thema Grundschulentwicklung.

Das 70-jährige Bestehen feiert der CDU-Ortsverband am Freitag ab 19 Uhr im Clubheim des Sportvereins mit einer Weinprobe und einem Vesper. Neben der musikalischen Unterhaltung durch Eugen Winkler können sich die Besucher auf Informationen aus erster Hand freuen. Die CDU-Landtagsabgeordnete Marion Gentges (Wahlkreis Lahr) hat ihr Kommen zugesichert.

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