Rundgang

CDU-Sommertour führt zur Feuerwehr Lahr

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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06. September 2018

Der stellvertretende Kommandant der Lahrer Feuerwehr, Ralf Wieseke (Zweiter von rechts), demonstrierte bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten die Vorgänge in den Werkstätten. ©Thorsten Mühl

Für die rund 25 Gäste von CDU-Gemeinderatsfraktion und Stadtverband wurde am Mittwochabend beim Besuch der Lahrer Feuerwehr ein abgerundetes Bild gezeichnet. In über zwei Stunden wurde deutlich, wo gerade die zukünftigen Herausforderungen liegen.
 

Das Thema Lahrer Gesamtwehr ist ebenso spannend wie intensiv. Davon konnten sich die Besucher der CDU am Mittwochabend unter anderem beim Rundgang mit Kommandant Thomas Happersberger, Stellvertreter Ralf Wieseke und Gemeinderat Rudi Dörfler, diesmal in seiner Eigenschaft als Hauptbrandmeister, persönlich überzeugen. 

Happersberger erklärte den Status von Lahrs Wehr so: »Wir sind weder eine Berufs- noch die kleine Dorfwehr von nebenan.« Vom gesamten Feuerwehrwesen sei es, vergleichbar einem Eisberg, so, dass immer nur ein Drittel zu sehen sei. In den vergangenen 25 Jahren sei Lahr als Stadt um nahezu das Doppelte gewachsen, bei der Wehr sehe aber noch immer einiges aus wie vor zweieinhalb Jahrzehnten.

Mehr als 700 Einsätze

Dabei habe sich aber einiges verändert: »Als ich vor 15 Jahren hier anfing, mussten wir 250 Einsätze bewältigen. Heute sind es mehr als 700«, nannte der Kommandant eine Vergleichszahl.

Der Rundgang führte durch multifunktional genutzte Schulungsräume (morgens Deutschkurse VHS, abends Jugendwehr und Stabssitzungen), Umkleideräume und Fahrzeughallen zum Schlauchturm. Hier werden die Schläuche nahezu aller Wehren aus dem Altkreis Lahr gereinigt.

Atemschutz-Pool

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Hier zeigt sich die Stärke der Lahrer Wehr als Dienstleister. Gereinigt und einsatzfähig gemacht werden in den Werkstätten auch Atemschutz- und Löschgerätschaften. Demnächst wird der Vertrag zu einem gemeinsamen Atemschutz-Pool mit Schwanau und Schutterzell auf der LGS unterzeichnet.

Ob Nachbarwehren oder Firmen aus dem Stadtgebiet, die Werkstätten der Wehr leisten ein hohes Maß an Arbeit. Wo vor zehn Jahren noch 2000 Atemschutz-Prüfungen vorgenommen wurden, sind es heute 8500 im Jahr. Und auch auf die gemeinsame Kleiderkammer für Lahr und Kippenheim (Schutterzell kommt 2018 hinzu), die dann rund 700 Personen einkleidet, wurde präsentiert. Arbeitsprozesse und -abläufe würden beständig angepasst und optimiert.

In Sachen Fuhrpark bewege man sich »auf einem guten Niveau« (Happersberger), das ermöglichten Sammelbeschaffungen und rechtzeitiger Austausch. Die Wehr befinde sich derzeit bereits in der mittelfristigen Finanzplanung. Auf Nachfrage erläuterten Happersberger und Wieseke die Rolle der Ortsteil-Abteilungen. Diese seien in funktionierenden Löschzügen zusammengefasst. Die Altersstruktur der Gesamtwehr sei stimmig, zumal die Jugendwehr, die Größte ihrer Art kreisweit, mit 160 Mitgliedern enormen Zulauf erhalte. »Wir gewinnen gut 90 Prozent unserer Einsatzkräfte aus der Jugendwehr«, bemerkte Thomas Happersberger nicht ohne Stolz.

»Positiv-Verrückte«

In größerer Gesprächsrunde wurden nach dem Rundgang noch mehrere Themen rund um die Feuerwehr angerissen. Als es um das Engagement des Einzelnen bei der Wehr ging, fand Rudi Dörfler deutliche Worte. »In der breiten Öffentlichkeit kommt mir das mitunter zu kurz, was Feuerwehren leisten. Wir tragen unseren Hintern zu Markte für die Leute. Um sich bei der Wehr zu engagieren, benötigst du im positiven Sinne Verrückte, damit das funktioniert«, so Dörfler.

Eine weitere Nachfrage betraf die Diskussion um Wiedereinführung einer Dienstpflicht. »Ich glaube nicht, dass uns das signifikant mehr aktive Kräfte bringen würde«, schätze Kommandant Happersberger die Auswirkungen als äußerst gering ein. Abgerundet wurde der Abend mit dem Test der Besucher bei der Bedienung eines Feuerlöschers, natürlich unter fachlicher Anleitung und Begleitung der Fachleute.

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