Lahr

Lahrer Post-Rock-Band geht den nächsten Schritt

Autor: 
Mark Alexander
Lesezeit 4 Minuten
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19. Februar 2021

Jan Lüftner (von links), Jonas Obermüller, Markus Dold, Andreas Richau und David Christmann. ©Nicolas Kuri

2018 war die Lahrer Post-Rock-Band „There’s a Light“ auf Tournee in China. Jetzt geht sie den nächsten Schritt und hat einen Vertrag bei einem der größten Musiklabel der Szene. Wir haben nachgefragt, welche Optionen das bietet – und welche Rolle Corona spielt.

2018 war die Lahrer Post-Rock-Band „There’s a Light“ auf Tournee in China. Jetzt geht sie den nächsten Schritt: Sie hat einen Vertrag bei Napalm Records unterschrieben, einem der größten Musiklabel der Szene. Wir haben bei Sänger und Bassist Andreas Richau nachgefragt, welche Optionen das bietet – und welche Rolle Corona spielt

2018 wart ihr in China auf Tour. Die Anfrage kam  damals aus heiterem Himmel. Wart ihr jetzt angesichts des Label-Deals ähnlich überrascht?

Ja, wir haben uns nicht beworben. Vor drei Jahren hatten wir noch etwa 30 Labels weltweit angeschrieben und es kam fast nichts zurück. Jetzt kam Napalm Records mit einer  E-Mail-Anfrage auf uns zu. Wir haben nicht damit gerechnet, es kam aber auch nicht völlig aus heiterem Himmel. Bei Youtube hat unser Album fast 700 000 Aufrufe. Das wird wahrgenommen. Dass wir jetzt so weit gekommen sind, freut uns natürlich riesig. 

Euer neues Label geht auf den extremen Metal-Sektor zurück. Ihr steht  eher für ruhige Töne. Passt das?

Ein Stück weit sind wir die Exoten. Aber wir sind offen dafür. Napalm Records möchte Post-Rock stärker in den Blick nehmen, das hat uns überzeugt. Mit 'God Is an Astronaut' gibt es auch eine irische Post-Rock Band auf dem Label. 

Die Rede ist von einem weltweiten Deal. Welche Vorteile bringt euch die Kooperation?

Bislang haben wir fast alles selbst gemacht. Jetzt bekommen wir finanzielle Unterstützung für Aufnahmen, Veröffentlichungen und Videos, mehr Reichweite und die Chance auf größere Konzerte. Für uns ist das ein Türöffner. 

Zunächst müssen aber die Türen der Konzertsäle wieder öffnen. Welche Rolle spielt Corona im Moment?

Es ist sehr schwierig gerade. Wir sehen uns ja kaum. Mit digitalen Sessions kommen wir zwar voran, aber das ersetzt die Proben nicht. Ohne das Zusammenspiel im Proberaum fehlt das Gefühl für die Songs.

 
Dennoch wollt ihr dieses Jahr euer zweites Album veröffentlichen?

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Das ist das Ziel. Das Songwriting hat zum Glück schon vor Corona begonnen. Da wir mittlerweile über ganz Deutschland verstreut sind, haben wir uns zweimal in Frankreich getroffen. Zwischen acht und zehn Songs sind geplant. Die Schlagzeug-Aufnahmen sollen bald beginnen, im April dann der Rest der Band folgen.

Was erwartet uns musikalisch?

Es wird dynamischer, technischer und es wird wieder sehr kontrastreich – von harten bis verträumten Sounds. Mit Jonas Obermüller haben wir einen Keyboarder und ein  Gründungsmitglied wieder mit dabei. Das eröffnet uns noch mehr Optionen

.  
Gibt es schon Optionen für Konzerte nach nach dem Virus?

Wir haben total Bock, aber vieles ist momentan offen. Im Sommer sind zunächst Musikvideos geplant.

 
Bestehen eure Kontakte nach China noch?

Ja, nach unserer Tour gab es nochmal eine Anfrage für zwei einzelne Shows, was aber zu aufwendig war. Auch die chinesische Basketballliga hat Interesse. Sie will unseren Song „We chose to go to the moon“ verwenden. Es gab auch schon eine Anfrage für eine Tour in Rumänien. Mit dem Label im Rücken dürfte es jetzt einfacher werden, weltweit auf  Bühnen zu kommen. Das ist unser Traum. 

Und irgendwann könnt ihr dann von der Musik leben?

Das stand noch nicht im Raum (lacht). Als fünfköpfige Band, die ein Genre abseits des Mainstream bedient, ist uns klar, dass das nur schwer funktionieren würde. Wir wollen die Welt sehen und unsere Leidenschaft leben.

 

  • Andreas Richau (37) aus Sulz arbeitet als Lehrer in Duisburg. Die fünfköpfige Band probt in Kuhbach – sobald es Corona wieder zulässt. Die weiteren Mitglieder sind David Christmann (Gitarre), Markus Dold (Gitarre), Jan Lüftner (Drums) und Jonas Obermüller (Keyboard). 2018 erschien mit „A Long Lost Silence“ das erste Full-Length-Album. 

Weitere Informationen unter https://theresalight.bandcamp.com und www.napalmrecords.com.

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