"Mein Schrebergarten" (2/8)

Das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden

Autor: 
Hans Weide
Lesezeit 2 Minuten
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14. Juni 2018

Bernhard Erös mit Hund »Koko« unter seinem Rosenbogen. ©Hans Weide

Der Lahrer Anzeiger öffnet Türen ins Grün. In der neuen Serie »Mein Schrebergarten« laden uns Menschen aus Schwanau in ihre kleinen Paradiese ein – achtmal, immer donnerstags. Heute stellen wir den Garten von Bernhard Erös in Nonnenweier vor.
 

Bernhard Erös aus Nonnenweier hat seit 1991 eine Parzelle in der Kleingartenkolonie am Mühlbach in Nonnenweier gepachtet, und sich eine Idylle nach seinem Geschmack geschaffen. Das bedeutet, er hat das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden. Für nützlich steht in diesem Fall der Anbau einer breiten Palette von Gemüse und Beeren und für angenehm, eine Stätte der Erholung. 

Aus eigener Anzucht

»Ich bin fast jeden Tag in meinem Garten, hier habe ich Alles, was ich brauche«, sagt er dazu. Gern zeigt er bei einem Rundgang seine Erzeugnisse, wobei er besonders stolz auf seine selbst gezogenen Gemüse- und Blumenpflanzen ist. Dazu stehen unzählige Töpfe mit Setzlingen in und neben einem Gewächshaus. Andere wie zum Beispiel Tomaten, Paprika, Peperoni, Gurken und Stangenbohnen sind bereits ausgepflanzt und zum Teil bemerkenswert gediehen. Wie der Hobbygärtner berichtet, erzielt er mit seiner Methode gute Erträge. 

Selbst aufgezogen sind auch Sträucher mit schwarzen Johannisbeeren, aus denen er jedes Jahr Saft herstellt. Hinzu kommen kleine Zitronenbäume, die noch in Töpfen stehen und ein in diesem Jahr gut tragender Feigenbaum. Mitten drin auch eine Bananenstaude mit den charakteristischen großen Blättern. 

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Zum Erholen gehören bei Bernhard Erös in seinem Garten auch kleine handwerkliche Tätigkeiten. So baut er zum Beispiel Insektenhotels, in dem er das morsche Holz aus der Mitte von großen Pappelscheiben herauslöst und dafür kurze Stücke aus Bambus einsetzt, in deren Öffnungen dann die Insekten einziehen können. 

Bevorzugtes Material für handwerkliche Erzeugnisse sind unter anderem auch Holzpaletten. So hat er sich unter anderem eine Sitzbank gefertigt, die auf der schmalen Rasenfläche zwischen Mühlbach und seinem Garten steht. 

Für ihn trägt der Bach erheblich zum Erholungswert seines Kleingartens bei. Als aktives Mitglied des Angelvereins Nonnenweier ist es ihm unter anderem erlaubt, im Mühlbach auf der Nonnenweierer Gemarkung zu angeln. Und durch eine mit einem Rosenbogen überspannte kleine Tür sind es nur zwei kleine Schritte bis zu seinem Angelplatz. Damit hat auch sein Garten einen ganz besonderen Reiz. 

»Ich wohne an der viel befahrenen Rheinstraße, und deshalb genieße ich so oft wie möglich die Ruhe und die Natur in meinem wunderschönen Garten«, sagt er zum Schluss. Und das kann man an diesem idyllischen Ort gut nachvollziehen. 

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