Friesenheim

Der Ausbau der Schutterner Firma Albea rückt näher

Autor: 
Sophia Körber
Lesezeit 2 Minuten
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17. Oktober 2019

Die Firma Albea möchte erweitern. Jetzt hat der Gemeinderat der nötigen Teiländerung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Die Genehmigung wird nun beim Landratsamt eingeholt. ©Gemeinde Friesenheim

Der Ausbau der Firma Albea in Schuttern rückt einen Schritt näher. Der Gemeinderat hat am Montag der nötigen Teiländerung des Flächennutzungsplans zugestimmt. Jetzt muss nur noch das Landratsamt die Änderung absegnen.

Um der Nachfrage nach Industrie- und Gewerbeflächen nachzukommen, möchte die Gemeinde Friesenheim einen Teil des Flächennutzungsplans ändern. Im Fokus liegt dabei das Gewerbegebiet „Auf dem Segel“ in Schuttern. Dort möchte die Firma Albea ihr Grundstück auf die nördlich angrenzenden Grundstücke erweitern. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Landratsamt der Teil­änderung des Flächennutzungsplans zustimmt. Ein erster Schritt ist jetzt jedoch getan: Nachdem sich der Ortschaftsrat Schuttern für die Teiländerung ausgesprochen hatte, hat das der Gemeinderat am Montag ebenfalls getan. Lediglich Michael Walter  und Joseph Hugelmann (beide GLU) haben dagegen gestimmt. Dietmar Kairies (GLU) hat sich enthalten. 

„Die Straße ist absurd“

Sowohl Walter als auch Hugelmann äußerten sich im Vorfeld unter anderem wegen der Trasse für eine mögliche Nordumfahrung von Schuttern kritisch, die bislang grob Teil des Plans ist und für die Erweiterung des Gewerbegebiets weiter nach Norden verschoben werden soll. „Die Straße ist absurd. Damit gehen wertvolle Flächen verloren“, betonte Hugelmann. Walter schloss sich an: „Ich weiß nicht, was diese Straßenführung soll. Ich bin dafür, dass diese Trasse aus dem Plan kommt.“

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Und auch bei den Stellungnahmen der Behörden und sonstigen Trägern öffentlicher Belange gab es einen Einwand. „Der Knackpunkt ist: Wenn wir die geplante Trasse weiter in Richtung Norden verschieben, braucht es eine erneute Artenschutzprüfung. Das könnte eine Verzögerung  von einem halben bis zu einem ganzen Jahr bedeuten“, erklärte Bauamtsleiter Markus Reinbold. Für Schutterns Ortsvorsteher Hans-Jürgen Kopf (Freie Wähler) ist das kaum eine Option: „Der Ortschaftsrat hat sich für die Variante entschieden, die Trasse aus dem Plan herauszunehmen, damit das ganze Vorhaben schneller geht und die Firma Albea endlich starten kann.“ 

Geringes Risiko

Ob die geplante Nordumfahrung von Schuttern im Nachhinein genehmigt wird, kann Reinbold nicht versichern. „Das Risiko, dass es nicht klappt, ist zwar gering, aber es ist da.“ Außerdem müsse es auch klar sein, dass die Entscheidung, ob überhaupt die Nordumfahrung gebaut wird, letztlich im Landtag fällt. Der Gemeinderat ging dem Wunsch von Kopf nach und segnete die Änderungen des Nutzungsplans mit der gestrichenen Trasse ab. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die Genehmigung beim Landrats­amt Ortenaukreis einzuholen. 

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