Schwanau - Wittenweier

Der Erhalt des Pfarrhauses macht viel Arbeit

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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08. März 2018

Nur durch das große Engagement des Fördervereins kann das 253 Jahre alte Pfarrhaus in Wittenweier in Schuss gehalten werden. ©Thorsten Mühl

Der Förderverein Pfarrhaus Wittenweier hat 2017 wieder einige Zeit, Mühe und Aufwand in Erhalt und Sanierung des 253 Jahre zählenden Gebäudes gesteckt. Das wurde in der Hauptversammlung am Mittwoch deutlich. 

Größte bauliche Maßnahme war die Sanierung der 35 Fenster des Pfarrhauses. Vorsitzender Gerhard Albrecht lobte nicht nur die Qualität der Arbeiten (unter anderem Sanierung der Fenstergewänder, Verfugungen und Fensterbänke), sondern auch die überaus fairen Angebote, die die Firmen vorlegten. »Man war uns gegenüber äußerst kulant«, lobte er.

Doch auch die Förderer selbst waren rührig, die umfassende Sanierung konnte unter anderem durch Zuschüsse seitens der Gemeinde Schwanau und der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau unterstützt werden. Das Akquirieren dieser Unterstützung, die vor allem auch die Landeskirche entlastete, entsprach voll und ganz dem Vereinszweck. 

Auf Spenden angewiesen

Ohne dass dies allzu deutlich ausgesprochen wurde, spielten auch die guten Kontakte Albrechts eine Rolle. Der Vorsitzende legte bei gewissen Detailarbeiten der Fenstersanierungen auch selbst tatkräftig mit Hand an. Er sprach allen Spendern Dank aus. Ohne die Unterstützung wäre es nicht machbar, die altehrwürdigen Mauern zu erhalten.

Trotz der massiven Unterstützung musste Rechnerin Ruth Albrecht ein Minus im Kassenergebnis ausweisen. Die Rücklagen sind merklich zusammengeschmolzen, was aus Sicht eines Fördervereins weniger kritisch zu sehen ist als im Vergleich zum »herkömmlichen« Verein.

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Gerhard Albrecht kündigte an, dass die Verantwortlichen immer wieder Argusaugen besitzen müssten, um den Gebäudezustand und dessen Entwicklung genau zu verfolgen. »Es gibt stets etwas zu tun, zu richten oder auszubessern.« 

In einem kurzen Ausblick benannte der Vorsitzende die nächsten Arbeitsfelder. Zum einen beschäftigt eine feuchte Wand im östlichen Bereich des südlichen Gebäudeteils Förderverein und Kirchengemeinde schon längere Zeit. Hier soll der Putz vorsichtig abgeschlagen werden, um der Feuchtigkeit auf den Grund zu gehen.

Außerdem durchziehen millimeterbreite Risse das Gebäude, die sorgsam zugespritzt werden beziehungsweise geprüft werden soll, ob die Risse sich bis ins Mauerwerk ziehen. Außerdem ist bei besserem Wetter ein Fassadenanstrich vorgesehen, mit kleinen Mitteln sollen ebenfalls einige Türen einen frischen Anstrich erhalten.

Neben Dank sprach Gemeindepfarrerin Christine Egenlauf mit dem Liegenschaftsprojekt der Landeskirche ein wichtiges Thema an. Im Projekt werden alle Gebäude der Kirchengemeinden in einer aufwändigen Bestandsaufnahme erfasst. Danach wird anhand von Kriterien darüber befunden, ob und welche Zuschüsse für Gebäude künftig gezahlt werden können.

Egenlauf merkte realistisch an, dass eine kleine Gemeinde wie Wittenweier ein Gebäude wie das Pfarrhaus nicht unterhalten könne. Wichtig sei daher, den verantwortlichen Stellen zu zeigen, welch wichtige Rolle das Gebäude im Ort spiele.

Lobend wurde die Schlüsselrolle des Fördervereins über die Jahre genannt. Ohne dessen Engagement wäre es kaum möglich gewesen, zur Rettung und Sanierung des Gebäudes bereits einen höheren sechsstelligen Gesamtbetrag zu akquirieren und einzusetzen, waren sich die Anwesenden einig.

Info

Förderverein Pfarrhaus Wittenweier

◼ Gegründet: 1992
◼ Vorsitz: Gerhard Albrecht, • 0 78 24/18 09
◼ Mitglieder: 106

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