Meißenheim - Kürzell

Der Kürzeller Manfred Kunz verstarb 81-jährig

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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15. Dezember 2018

In seinem Garten schöpfte Manfred Kunz immer wieder Kraft. Archivfoto: Hans Spengler ©Archivfoto: Hans Spengler

Am Donnerstag, 13. Dezember, verstarb in der Uniklinik Freiburg nach schwerer Krankheit Manfred Kunz – ein beliebter Mitbürger von Kürzell, im Alter von 81 Jahren. 

 Am 12. August 1937 wurde er in Kürzell als eines von drei Kindern der Eheleute Kassimir Kunz und dessen Ehefrau geboren. 
Im Alter von neun Jahren verlor er seine Mutter Sofie. Nachdem er in Kürzell bis zum zehnten Lebensjahr die Volksschule besuchte, kam er als Halbwaise für fast drei Jahre in die Klosterschule Weisenborn bei Ulm  und nach Würzburg. Danach kam Manfred Kunz wieder in die Volksschule nach Kürzell. Danach erlernte er bei der Firma Stahlbau Müller in Offenburg den Beruf des Industriekaufmanns und schloss eine Technikerlehre bei der Firma Stahlbau Greschbach in Herbolzheim an. 

Als technischer Kaufmann, bei der Firma Nestler Zeichentechnik in Lahr übernahm der junge Manfred Kunz den Posten als Leiter der Kalkulationsabteilung und wurde schließlich Prokurist und Ressortleiter für den Verkauf im Inland. 1961 heiratete er seine Gisela aus Schuttern, mit der er in allen Lebenslagen eine enge Partnerschaft pflegte. Drei Kinder und sechs Enkelkinder hat das Ehepaar. Manfred Kunz war ein Mann des Ausgleichs, der immer bemüht war, Streit zu schlichten und nicht anzuzetteln. Er vertrat immer eine gesunde Meinung, bis hin zu höchster Stelle. Helfen zu helfen zeichnete Manfred Kunz aus. 

Von 1968 bis 1975 war er Mitglied im Gemeinde- und Ortschaftsrat und war maßgeblich am Zusammenschluss der beiden Orte Meißenheim und Kürzell beteiligt. Er hat immer an vorderster Front dafür gekämpft, dass Kürzell und Meißenheim besser zusammenkommen. Von 1968 bis 1974 war der »Manni«, wie er bei vielen bekannt war, Vorsitzender der Sportfreunde und in dieser Zeit wurde auch das Sportheim beim Fußballplatz gebaut. Dazu kamen der Ausbau der Sportanlagen und der Bau einer Flutlichtanlage am damaligen Trainingsplatz. Außerdem stieg die erste Mannschaft der Sportfreunde in dieser Zeit in die Bezirksklasse auf. Von 1976 bis zum Jahr 2000 übernahm Kunz Verantwortung beim CDU-Ortsverband Kürzell-Meißenheim und war auch hier für seine loyale, gradlinige Art bekannt und beliebt. 

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Aber dass der »Mann für alle Fälle« auch Menschen half, die in bitterer Not sind, hat Manfred Kunz in vielen Fällen ganz selbstlos bewiesen. Bei der Gründung des Bündnisses für Familien und Senioren war es für ihn eine Selbstverständlichkeit, dass er auch hier mitwirkte, und das hat zahlreiche positive Spuren hinterlassen. Von 2003 bis 2012 führte er den DRK-Ortsverein Meißenheim-Schwanau, wo er für seine Ratschläge sehr geschätzt wurde. In der Diakonie im Ried war er stellvertretender Vorsitzender und Vertreter der katholischen Seite. 

Aber »Manni« war auch ein Naturfreund und liebte neben seiner Frau Gisela auch seinen schönen  Garten, in dem er immer wieder Kraft schöpfte. Mit langen Radtouren durch die  Riedlandschaft und mit Nordic-Walking hielt er sich fit. Manfred Kunz war ein Mann, den man in allen Bereichen um Rat und Hilfe fragen konnte. Er war ein Mitbürger, den man so schnell nicht vergessen wird. 

◼ Am Mittwoch, 19. Dezember, 14 Uhr, wird eine große Trauergemeinde den sehr sozialen Mitbürger zu seiner letzten Ruhestätte begleiten.

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