Lahr

Der Lahrer Bergfriedhof ist mehr als ein Ort der Trauer

red
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28. November 2022

1904 wurde der Bergfriedhof errichtet. ©Foto: Stadt Lahr

Ein Blick in die Geschichte des Lahrer Bergfriedhofs, der unter Denkmalschutz steht. Bis zu 400 Bestattungen im Jahr finden dort statt.

Der Lahrer Bergfriedhof ist fast 120 Jahre alt. 45 Architekten wollten ihn einst gestalten. Im November, der als Totenmonat gilt, blickt die Lahrer Stadtverwaltung zurück in die Geschichte. 

Friedhöfe sind Orte der Trauer, des Abschieds und der Erinnerung. Aber sie sind auch sehr lebendige Orte, die viel über die Geschichte und die Menschen erzählen, heißt es in dem Text. Zum historischen Ensemble des Lahrer Bergfriedhofs zählen Kapelle, Leichenhalle, Wohnhaus, Brunnen und alter Baumbestand. Die Anlage am Schutterlindenberg steht unter Denkmalschutz. 

1904 errichtet

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1904 wurde der Bergfriedhof errichtet. Anfang des 20. Jahrhunderts entschlossen sich die Lahrer Stadtverantwortlichen, den bisherigen Friedhof an der Stiftskirche nicht zu erweitern, sondern einen neuen im Gewann Schießrain anzulegen. Ziel war eine einfache, aber würdige Gestaltung. Die Neugestaltung oder eine mögliche Erweiterung des damaligen Friedhofs wurden intensiv diskutiert. Auch die Frage der Ausschreibung der Planung war laut Stadtverwaltung umstritten. Die einen plädierten dafür, ausgewählte Architekten anzufragen, andere sprachen sich für eine „allgemeine Konkurrenzausschreibung“ aus. Letztlich wurde ein allgemeiner Wettbewerb ausgeschrieben, der große Resonanz in den damals gängigen Architekturzeitschriften fand. 122-mal wurden die Lahrer Wettbewerbsunterlagen angefordert, 45 Architekten aus dem gesamten Deutschen Reich gaben ihre Entwürfe ab. 

Unter den Preisrichtern war der namhafte Karlsruher Architekturprofessor Carl Schäfer, der heute als einer der wichtigsten Vertreter der späten Neugotik angesehen wird. Der erste Preis und den Auftrag zur Planung ging an die Berliner Brüder Oscar und Johannes Grothe. Die baulichen Anlagen mit Dienstgebäude, Kapelle und Leichenhalle lehnten die Architekten an die Gestaltung eines mittelalterlichen Klosters im frühgotischen Stil an. Nach nur eineinhalb Jahren war die neue Anlage auf dreieinhalb Hektar fertiggestellt. Mit der heutigen Friedhofstraße wurde eine Zufahrt angelegt.

Bis zu 400 Bestattungen

Als größter Friedhof der Stadt Lahr mit mehr als sechs Hektar verzeichnet der Bergfriedhof heute bis zu 400 Bestattungen im Jahr. Neben den üblichen Wahl- und Reihengräbern gibt es auf dem Bergfriedhof Urnen-Sammelgrabanlagen, ein Grabfeld für anonyme Bestattungen, ein Gedenkmal für Frühchenbestattungen, Baumbestattungen, ein gärtnergepflegtes Grabfeld und Urnennischen.

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