Lahr-Reichenbach

Desolater Hartplatz soll Kunstrasen weichen

Autor: 
Alfons Vögele
Lesezeit 2 Minuten
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14. November 2015

Der desolate Hartplatz soll durch Kunstrasen ersetzt werden. Das wünscht sich der Sportclub Kuhbach-Reichenbach. ©Alfons Vögele

An Deutlichkeit nicht zu überbieten war der flammende Appell, den Vorsitzender Josef Schoubrenner vom SC Kuhbach-Reichenbach am Donnerstag an die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion richtete. Die Kommunalpolitiker hatten ihre Fraktionssitzung ins Sportheim verlegt, um sich über die Situation der Fußballer zu informieren.

Lahr-Reichenbach. Unter dem Motto »Aus Rot mach’ Grün« setzt sich der SC Kuhbach-Reichenbach schon seit Längerem für den Bau eines Kunstrasenplatzes ein. Die 600 Mitglieder mit drei Senioren- und zehn Jugendmannschaften fühlen sich von der Stadt in der Diaspora stehen gelassen, angesichts des veritablen Zuwachses von Rasenplätzen in der Innenstadt und in den westlichen Stadtteilen.

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Mitte September stellte der Sportclub einen Antrag an die Stadtverwaltung. Der Platz sei inzwischen so desolat, dass er immer mehr zu einem Unfallrisiko für Kinder, Jugendliche und Senioren werde. Dazu kommt noch, dass in den Wintermonaten überhaupt kein Ausweichplatz zur Verfügung steht. Schätzungsweise 350 000 Euro würde der Umbau kosten.
Der SC möchte möglichst viele Kinder und Jugendliche ansprechen. Angesichts der Platzverhältnisse sei das aber schwierig. Manche Eltern bevorzugten deswegen Vereine aus der Nachbarschaft. Kuhbachs Ortsvorsteher Norbert Bühler wies darauf hin, dass diese Sportstätten für zwei Dörfer mit mehr als 4500 Einwohnern reichen müssten.
Die Innenstadt oder andere Stadteile würden nicht bevorzugt, betonte Walter Caroli (SPD) beim Besuch im Sportheim. Aufgrund der Landesgartenschau und der Bahnhofssanierung seien aber viele Gelder zweckgebunden.
Oberbürgermeister Wolfgang G. Müller habe erklärt, dass vor dem Hintergrund der Gartenschau andere Projekte nicht vernachlässigt werden dürften, konterte Schoubrenner. Er sorgt sich, dass Mitglieder wegen der schwierigen Platzverhältnisse abwandern und der Fußball im Dorf auf der Strecke bleibe.
Die Kommunalpolitker versprachen, den Antrag im Auge zu behalten.

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