Serie

Die ganz Großen im Visier

Autor: 
Martin Egg
Lesezeit 2 Minuten
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26. August 2014
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(Bild 1/2) Fabian Silberer (links) und Marco Reinbold: vom Hörsaal über die Garage zu den eigenen Geschäfsräumen. ©Martin Egg

Sie programmieren, handeln mit Antiquitäten oder verkaufen Tee. Alle eint der mutige Schritt in die Selbstständigkeit. In seiner sechsteiligen Serie »Die Neuen« – immer dienstags und donnerstags – stellt der Lahrer Anzeiger Unternehmensgründer vor, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen noch recht neu am Markt sind. Heute in Folge 3: die Software-Entwickler von Seven-IT.

Die Zeit, als Start-up-Unternehmen in der IT-Branche wie Pilze aus dem Boden sprossen, ist längst vorbei. Vor zehn Jahren platzte die sogenannte Dot-Com-Blase; nur wenige Tech- und Software-Unternehmen blieben mit ihren Geschäftsmodellen dauerhaft erfolgreich. Und trotzdem gibt es erfolgversprechende Neugründungen – wie zum Beispiel Seven-IT.

Die beiden 23 Jahre alten Freunde Fabian Silberer (Schuttern) und Marco Reinbold (Niederschopfheim), die in Karlsruhe ein duales Wirtschaftsinformatikstudium absolvierten, haben ihre GmbH erst im Oktober vergangenen Jahres aus dem Boden gestampft und arbeiten in der Lahrer Lammstraße auf rund 70 Quadratmetern mit sechs weiteren jungen Leuten zusammen an maßgeschneiderten Software-Lösungen für Unternehmen – unter ihnen der Spülmaschinenhersteller Meiko aus Offenburg, Silberers Ausbildungsbetrieb Schrempp EDV (Lahr) und Terra-Bausysteme aus Neuried.

Ihr jüngstes Kind Sev-Desk, ein Cloud-basiertes Kundenverwaltungs- und Rechnungserstellungsprogramm für kleinere Unternehmen, auf das von überall über mobile Endgeräte zugegriffen werden kann, wurde sogar mit dem Innovationspreis der Initiative Mittelstand ausgezeichnet. Darauf sind die Jungunternehmer natürlich sehr stolz: »Mit Sev-Desk gehören wir zu den Top fünf auf dem Markt, aber wir wollen aufschließen zu den ganz Großen«, formuliert Silberer das gemeinsame ehrgeizige Ziel.

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Doch vor den Erfolg hatte der Herr von Anfang an den Schweiß gesetzt: Schon während der gemeinsamen Studienzeit programmierten Silberer und Reinbold wie die Profis und verdienten sich so etwas hinzu. »Das hat uns den Start erleichtert«, sagen die beiden unisono.

»Klar ist das riskant«

Ihr ganzes Erspartes investierten die Unternehmensgründer schließlich in die GmbH-Gründung, für die ein Startkapital von 25 000 Euro gesetzlich vorgeschrieben ist. »Klar ist das riskant. Aber für mich war klar: Wenn nicht jetzt ein Unternehmen gründen, wann dann?«, betont Reinbold. Firmenräume waren schnell gefunden, und das Interieur besorgten sich die zwei kurzerhand bei Ikea. Dazu noch ein paar Computer, die ohnehin schon vorhanden waren – fertig. Dem Auszug aus der elterlichen Garage von Fabian Silberer stand nichts mehr im Weg.

Wer Erfolg haben will, auch hier sind sich Silberer und Reinbold einig, muss viel von seiner Freizeit opfern. Da stehen oft die Familien und Freunde der beiden hinten an, wenn abends oder am Wochenende ein Kunde anruft und dringenden Support benötigt.

Info

Seven-IT

Gegründet:
1. Oktober 2013
Branche:
Software-Entwicklung
Mitarbeiter: 8
Unternehmensform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Geschäftsführer: Fabian Silberer, Marco Reinbold
Kontakt: Lammstraße 7,
77933 Lahr; • 0 78 21/5 49 37 00; Fax 0 78 21/5 49 37 09; E-Mail: info@sevenit.de; Internet: www.sevenit.de

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