B 415

Die Sanierung der Reichenbacher Hauptstraße verzögert sich

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

Die Großbaustelle in der Reichenbacher Hauptstraße hat Ende Juli 2019 begonnen. Anfangs war rund ein Jahr Sanierungszeit eingeplant. Doch dieses Vorhaben verzögert sich nun um ein paar Monate. ©Archiv: Ines Schwendemann

Die groß angelegte Sanierung der B 415 wird sich zeitlich verzögern, soll aber noch 2020 vollendet werden. Darüber gab ein aktueller Zwischenbericht in der Sitzung des Reichenbacher Ortschaftsrats in vielen Einzelheiten Aufschluss.

Im Sommer 2019 startete die B 415-Sanierung, bis zum jetzigen Zeitpunkt war im Maßnahmenverlauf viel Gutes, aber auch einige Probleme zu beobachten. Im Reichenbacher Ortschaftsrat lieferte Udo Lau (Abteilungsleiter Tiefbau) einen aktuellen Zwischenbericht.

Abschnitt eins verlief großteils ohne Probleme, im laufenden zweiten Abschnitt klemmt es. „Wir haben im Untergrund Verhältnisse angetroffen, von denen zuvor nicht ausgegangen werden konnte“, erklärte Lau dazu. Zum Beispiel verliefen Leitungen der Telekom und des E-Werks in Richtung Seelbach direkt unter dem Gehweg, was so nicht gehe.

Zusammenarbeit läuft gut

Auch einige Hausanschlüsse seien noch zu prüfen, was in Kurzfassung bedeute: Die Arbeiten im zweiten Abschnitt sollen bis Ende Februar abgeschlossen werden, es sei aber davon auszugehen, dass am dritten Abschnitt länger gearbeitet werden müsse. Lau lag zwar ein Bauzeitenplan vor, da dieser jedoch noch nicht offiziell abgestimmt war, gab er öffentlich keine Details dazu bekannt. Für Abschnitt fünf seien noch zwei Kanalquerungen hinzu gekommen, die in den Planungen zu berücksichtigen seien. Lau betonte: „Wir werden noch in diesem Jahr die Maßnahme abschließen.“ 

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Positiv sei festzuhalten, dass die Zusammenarbeit mit der Baufirma gut verlaufe, die Umleitungsregelung weitgehend gut angenommen werde. Ein großes Ärgernis seien aber immer wieder unvernünftige LKW-Fahrer, bereits drei Brückenschäden seien zu konstatieren. Im dritten Bauabschnitt werde über die Steinstraße umgeleitet, die Verkehrsführung im Vergleich zum aktuellen Abschnitt gedreht (bedeutet, der Verkehr in Richtung Lahr wird dann an der Baustelle vorbei geleitet). Zudem soll in Richtung Kuhbach eine Wendemöglichkeit für LKW eingerichtet werden.

Lau kam noch auf ein weiteres Thema zu sprechen. Mitte September hatte die ausführende Firma Bedenken angemeldet, dass die Ausführung der Asphalt-Deckschicht Probleme aufweisen könne. Gutachterlich waren diese Aussagen nicht belegt. Die Stadt versicherte sich bei ihrem Prüfinstitut und beim Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur, wonach das gewählte Material, auch in seiner Zusammensetzung, für Ortsdurchfahrten geeignet sei. 

Rechtsstreit vermeiden

Im Ortschaftsrat wurde zum Thema lärmoptimierter Asphalt noch länger diskutiert. Andrea Hierlinger (Freie Wähler) wollte einen möglichen Rechtsstreit vermeiden, wobei Udo Lau kritisch anmerkte: „Dann hätte die Firma schon bei der Ausschreibung Bedenken anmelden müssen, nicht erst bei der Ausführung.“ Zum lärmoptimierten Asphalt sagte er, dieser erziele eine Optimierung um ein bis zwei Dezibel, zu bedenken sei aber auch, dass Einbauteile (Senkkästen, Kanaldeckel), die nicht zu entfernen seien, weiter für Geräusche sorgen würden beim Überfahren. 

◼ Den Verwaltungsvorschlag, die Asphaltdeckschicht wie geplant weiterhin einzubauen trotz der Bedenken der Baufirma, stimmte der Ortschaftsrat bei fünf Ja-Stimmen und vier Enthaltungen mehrheitlich zu.

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