Lahr - Sulz

Dinosaurier-Schau in Sulzberghalle lockt viele Besucher an

Autor: 
Endrik Baublies
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13. Mai 2019
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Einmal pro Stunde marschierte der Tyrannosaurus Rex durch die Sulzberghalle. ©Endrik Baublies

Der »frei laufende Tyrannosaurus Rex« war ein gefundenes Fressen gewesen. In der Dinosaurier-Ausstellung am Sonntag in der Sulzberghalle gab es viele Modelle zu bestaunen – in teilweise beträchtlichen Größen und fantasievollen Farben.
 

Der Tyrannosaurus Rex, der durch die Festhalle marschierte, brüllte und das Dutzend beeindruckender  Zähne bleckte, bot – da ohne Leine – einen Auftritt, der sofort die Spötter animierte. »Der tut doch nichts«, hieß es unmittelbar, nachdem die Figur unter menschlicher Führung los gestapft war. Das setzte sich fort. »Der ist völlig harmlos.« Und am Ende hieß es: »Der will doch nur Spielen.« Wie oft der Darsteller unter dem Monster aus Gummi diese Sprüche gehört hat, lässt sich nicht mehr feststellen. Immerhin einmal pro Stunde wurde er auf die Gäste losgelassen. Der Gag aus der Hundehalter-Welt und den nicht immer freiwilligen Passanten zog am Sonntag immer.

Dass das Monster, der König unter den Raubsauriern, tatsächlich ganz weich gewesen ist, stellten Kinder fest, die es prickelnd fanden, wenn der gesteuerte Schädel das Maul aufriss und die Kinder mit den Zähnen vermeintlich packte. »Das ist ja aus Gummi.« Ob das nun Erleichterung oder Enttäuschung war? 

Um die Mittagszeit war der Andrang so, dass die Kinder und viele Eltern die Urechsen ohne Gedränge ansehen konnten. Die vielen Tafeln mit kurzen Erklärungen ergänzten die gut nachgeahmten Figuren. Nur der Lärmpegel in der Halle war beträchtlich. Auch wenn mit Ausnahme des frei laufenden T-Rex alle anderen Figuren aus Kunststoff und unbeweglich waren, so waren Brüller, Fauchen und andere Geräusche vom Band etwa so, wie es seit dem Film »Jurassic Park« erwartet wird.

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Dass die Halle abgedunkelt war und die Figuren im Kunstlicht strahlten, machte einen zusätzlichen Reiz aus. Wie die Dinos, die vor etwa 65 Millionen Jahren von der Erde verschwunden sind, sich tatsächlich angehört haben, lässt sich heute aber bestenfalls vermuten. Dagegen sind aufgrund der vielen versteinerten Knochenfunde die Ausmaße des gefräßigen Tyrannosaurus Rex, dem friedlichen, aber tatsächlich monströsen Brontosaurus oder dem Triceratops mit drei Hörnern auf dem massiven Schädel recht genau darzustellen.

Ob die Viecher so bunt waren wie in der Halle, sei ebenfalls dahingestellt. Hatten die nicht immer gigantischen Echsen  glatte Haut mit einer Art Schuppen, ein Fell oder – wie heute auch vermutet wird – ein Federkleid am Leib? Immerhin waren die Dinosaurier innerhalb der Evolution ein sagenhaftes Erfolgsmodell mit einer Überlebenszeit von knapp 200 Millionen Jahren. Neben den Tafeln zeigten die Aussteller einen Film, der diese Fragen – so gut es heute geht – beantwortete.

Die gesamte Schau war so gemacht, dass auch Kinder Spaß an der Ausstellung hatten und vieles gut verstehen konnten. Die mutigeren unter ihnen konnten sogar auf einem Dinosaurier reiten. Die Erfindung des Sattels erfolgte zwar deutlich später – aber der Anachronismus störte nicht wirklich.

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13.05.2019
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