Lahr

Dorothea Jöster öffnet für Kunstvisite ihr Lahrer Atelier

Autor: 
Endrik Baublies
Lesezeit 3 Minuten
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17. November 2019

Ihr Verständnis von Kunst zeigt Dorothea Jöster an einem Armreifen aus Eisen. Dieser kann neben einem Schmuckgegenstand auch offensichtlich ein Designobjekt darstellen. ©Endrik Baublies

Als Goldschmiedemeisterin ist Dorothea Jöster Handwerkerin. Mit dem Studium – unter ande-rem – an der Zeichenakademie in Hanau hat die Lahrer Künstlerin auch das „Handwerkszeug“ einer Künstlerin gelernt. Am Wochenende hat Jöster bei der 19. Kunstvisite ihr Atelier in der Feuerwehrstraße für Besucher geöffnet.

Dorothea Jöster hat sich an der Kunstvisite zusammen mit 23 anderen Künstlern aus Lahr und der Umgebung beteiligt. Der Besuch des Lahrer Anzeigers hier, ist stell-vertretend für die gesamte Aktion des Lahrer Kulturamtes und allen Beteiligten zu verstehen.

Ihr Verständnis von Kunst zeigt Jöster an einem Armreif aus Eisen. Sie streift in über den Arm und präsentiert offensichtlich einen Schmuckgegenstand. Dann platziert sie den Reif auf einem Regal. Der Armreif ist jetzt genauso offensichtlich ein Designobjekt. Das, erklärt sie, wolle sie mit ihrer Art von Kunst erreichen. Die Definition, was was ist, sei fließend.

Portion Erfahrung

Oder sie überlässt anderen, die Schmuckstücke, Objekte oder Kleinodien zu be-stimmen. „Man sieht, was man sieht.“ Diese Ansicht bestimmt neben den Schmuckstücken auch ganz andere Objekte. Im Ausstellungsraum hängt ein Schal, der ein reiches Panoptikum am Möglichkeiten bietet, zu verstehen, was das Ursprung (Stoffe) und Verwendung (Objekt) bietet. Sie beschreibt das Ergebnis dann so: „Den Stoff hat es so nie gegeben.“ 

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Jöster zeigt eine Halskette, die aus einer Rinde, einer Silberfassung und Kristallen be-steht. Die Rinde hat sie zufällig gefunden. Da sie das Stück Holz angezogen hat, fing sie an, nach einer Verwendung zu suchen. Hinter ihren Arbeiten stecken also neben der Fähigkeit der Handwerkerin und der Künstlerin auch immer eine Art Suche. Es gehe, präzisiert sie dazu, immer auch um eine Recherche.  „Was lässt sich wie machen? Was sehe ich?“ Das zusammen mit Versuchen und einer gehörigen Portion Erfahrung macht ihre Kunst aus.

Jöster lebt seit 2001 in Lahr. Seit drei Jahren hat sie ihr Atelier in einer Villa aus der Gründerzeit oberhalb der Feuerwehrstraße. Der Arbeitstisch der Goldschmiedin und Künstlerin steht an einer hellen Fensterfront. Der größere Teil des Raumes wird von einem Flügel dominiert, den aber der Ehemann spielt. In Vitrinen und an den Wänden sind Objekte platziert. Erstaunlich ist die Vielfalt der Gegenstände, der Objekte, dem Schmuck – aus Edelmetall, Steinen oder Holz – und den Kleinodien. Das letztere definiert Jöster als „kostbare Objekte“.

Eine andere Besonderheit hat Jöster allerdings nicht so detailliert erzählt. Bei der Kunstvisite waren am Samstag auch andere Besucher, die sie –  und die anderen Beteiligten – kennenlernen wollten. Sie hat bevor sie nach Lahr gezogen ist und Mitglied des Kunstvereins „L'Art pour Lahr“ geworden ist, an der „School of visual Arts“ in Auckland studiert. Dort hat sie den „Bachelor of visual Arts in Jewellery“ gemacht. Der Satz, „Kunst kommt von Können“ passt hier also sicher. Die interessante Mischung, ihr Handwerk und die Erfahrung als Goldschmiedin mit den verschiedenen Studien, zeigen eine interessante Schau.

Zu ihren Stärken

In Lahr hatte sie vor der Kunstvisite in diesem Jahr einige Ausstellungen: „…durch die Blume“, la Vie en Rose“ (im Stadtpark) oder „Lebens-kreise im Zeitenfluss“ (in der Christuskirche). Bemerkenswert sind alleine die Titel, welche die Künstlerin sich ausgedacht hat. Freude an der Sprache, das war beim Besuch offensichtlich, gehört auch zu ihren Stärken.

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