Meißenheim

Drückjagd gegen Wildschweineplage in Meißenheim

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 2 Minuten
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07. Dezember 2018

Für die mutwillige Zerstörung der Hochstände haben die Jäger kein Verständnis. ©Hans Spengler

Wildschweine sind in den vergangenen Jahren immer wieder Thema bei den Bürgern, Landwirten und natürlich auch den Jägern im Ried. Im Herbst und im Frühwinter werden revierübergreifend große Drückjagden wegen der stark zunehmenden Wildschweinpopulation durchgeführt.

So auch Ende November, wo diese unter massiven Sicherheitsvorkehrungen in Jagdbereichen im Rheinwald und Rheinfeld Meißenheim und im nördlichen Jagdrevier Ottenheim stattfand. Hierbei wurden über 120 Jäger eingesetzt. Dazu kamen 40 Treiber und 40 Stöberhunde. Eine umfangreiche logistische Aufgabe, ohne die kein Erfolg zu erwarten ist. 
Um die Schuss-Sicherheit zu gewährleisten werden dazu an bestimmten Punkten Drückjagdböcke (Hochstände) aufgestellt, damit das ankommende Wild früh gesehen und die Schusslinie von oben nach unten erfolgen kann. Auch das Aufstellen der Drückjagdböcke – bis diese sicher stehen und der An- und Abtransport, ist eine sehr umfangreiche Arbeit. Die Böcke werden zur Jagd im Boden verankert. Unter dem Jahr werden sie in einer großen Scheune gelagert. 

Alles protokollieren

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Die Treiber sind mit farblich kennbaren Schutzwesten ausgestattet. Die Jäger und auch Treiber werden jeweils von Gruppenführern verteilt und postiert. Jede Gruppe muss genau Buch führen, wieviele Schüsse abgegeben und wieviele Tiere getroffen wurden. Wo kann ein verletztes Tier nicht sofort geortet werden und wo wurden Hunde eingesetzt, wird ebenfalls dokumentiert. Aufzeichnungen die wichtig sind, falls im Nachhinein etwas recherchiert werden muss.

Bei der Jagd Ende November verlief jedoch alles normal ohne Verletzungen bei Menschen und Hunden. Insgesamt konnte bei dieser Drückjagd die stolze Zahl von 43 Wildscheinen geschossen werden. Die Zahl der nicht gesichteten Wildschweine ist dabei natürlich erheblich höher, ist aus den Reihen der Jäger zu hören. Aus diesem Grund wird es weitere Drückjagden geben. Die Sauen wechseln manches Mal über viele Reviere ihren Standort.  

Zusätzliche Arbeit und auch Verärgerung hat es nun aber wieder für die Jagdpächter gegeben. Mutwillige Zeitgenossen haben einige der stabilen Drückjagdböcke einfach umgeschmissen und teilweise erheblich beschädigt. Das sei kein Kavaliersdelikt, sondern einfach mutwillige Sachbeschädigung, für die die Jäger um den früheren Meissenheimer Förster kein Verständnis haben. So würden auch immer wieder hohe Reparaturkosten entstehen. Aus ihrer Sicht wären die Bürger froh, wenn die Wildschweinpopulation auf ein erträgliches Maß reduziert werden könnte. Da müssten solche mutwilligen Zerstörungsmaßnahmen nicht sein.

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