Lahr

Einkaufsladen mit gespendeten Kleidern

Autor: 
Christine Breuer
Lesezeit 3 Minuten
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21. Februar 2017

Im neuen Kleider-Treff des DRK-Kreisverbands Lahr im Nestler-Carrée (von links): Rokan Altan, Yvonne Busby, Elena Stoll, Renate Tertinegg und Ute Zachmann. ©Christine Breuer

Zwei Wochen hatte das DRK-Kleiderlädele geschlossen; seit Montag ist es in einem neuen Raum wieder geöffnet. Der Lahrer Anzeiger hat sich mit Ute Zachmann vom DRK über den neuen Kleider-Treff und die geplante Nähstube unterhalten.

Es ist kurz vor elf Uhr am Montagvormittag. Das ehemalige Kleiderlädele, das jetzt Kleider-Treff heißt, hat nach zwei Wochen wieder geöffnet. Es herrscht reger Betrieb. Wie in jedem anderen Kaufhaus auch stöbern die meist weiblichen Kunden im Sortiment auf der Suche nach Schnäppchen oder besonders schönen Kleidungsstücken. Ute Zachmann, Yvonne Busby, Ronak Altan und Renate Tertinegg haben alle Hände voll zu tun. Sie beraten die Kunden, suchen mit ihnen aus und kassieren selbstverständlich auch.
»Wir sind zwar ein Kleiderladen des DRK, in dem es gespendete Sachen gibt, aber wir verschenken trotzdem nichts«, klärt Ute Zachmann auf. Die Kunden zahlen eine sogenannte Schutzgebühr. Zum einen geht es dabei um die Wertsteigerung des erworbenen Teils, zum anderen auch um das Selbstwertgefühl der Kunden. Wobei nicht alle Käufer auch Empfänger von Hartz-IV-Leistungen sind. »Bei uns kann jeder einkaufen. Wir verlangen keinen Nachweis eines Leistungsbezugs«, sagt Zachmann. Entsprechend bunt gemischt ist auch das Publikum, das sich in dem kleinen Laden tummelt.
Die Einkäufer sind begeistert von dem neuen, etwas größeren Raum, in dem es jetzt zwei Schaufensterpuppen gibt, die die Mitarbeiterinnen Mona und Rüdiger getauft haben. Außerdem gibt es jetzt zwei richtige Umkleidekabinen. »Früher hatten wir einen Vorhang, der eine Ecke provisorisch abgeteilt hat«, berichtet Zachmann. Das Kleidersortiment reicht von der Babygröße 40 bis hin zur Erwachsenengröße XXXL. Neben Kleidung und Schuhen gibt es auch Haushaltstextilien, Bücher und Spiele.
Und warum heißt der Laden jetzt Kleider-Treff? Das Lädele hat sich gemausert. Im neuen Raum gibt es eine kleine Fensternische, die die Mitarbeiterinnen mit einem Sideboard mit Kaffeemaschine, einem roten Sofa, einem Sessel und einer Kinderspielecke eingerichtet haben. »Da können dann die Männer warten, bis ihre Frauen sich entschieden haben«, sagt Zachmann. Wie im richtigen Leben halt.
Im bisherigen Kleiderlädele wird jetzt nach dem Umzug eine Nähstube eingerichtet, in der jeder, der nähen kann, anderen zeigen kann, wie’s geht, und jeder, der bisher mit Nähen noch nichts am Hut hatte, lernen kann, wie’s geht. Und auch hier sind sowohl Flüchtlinge als auch Lahrer Bürger aller Couleur und jeden Stands eingeladen, zusammen zu nähen. Ein paar gespendete Nähmaschinen, Stoffe und Nähgarn gibt es schon. Das DRK wird aber noch weitere Nähmaschinen anschaffen.
◼ Heute, Dienstag, 17 Uhr, gibt es einen Informationsabend für alle, die sich fürs Nähen interessieren.

Stichwort

Kleider-Treff

Das DRK ist auf der Suche nach weiteren Unterstützern, die sich ehrenamtlich im Kleider-Treff oder in der Nähstube einbringen möchten. Gern nimmt das DRK dafür auch weiterhin Spenden an. Infos gibt es bei Ute Zachmann: 
• 0 78 21/98 18 40, 
• 0 15 17/5 09 41 58; 
E-Mail: ute.zachmann@drk-lahr.de
Öffnungszeiten des Kleider-Treffs: montags und donnerstags von 9 bis 16 Uhr, dienstags von 16 bis 19 Uhr, freitags und jeden ersten Samstag im Monat von 9 bis 12 Uhr.cb

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