Schwanau

Elternbeiträge für Schwanauer Kindergärten werden erhöht

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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20. Juli 2019

In Schwanau werden die Elternbeiträge in den Kindergärten erhöht, wie auch im Oberau-Kindergarten in Nonnenweier auf unserem Foto. ©Archivfoto Thorsten Mühl

Einem entsprechenden Verwaltungsvorschlag folgend hat Schwanaus Gemeinderat in aktueller Sitzung eine Anhebung der Elternbeiträge in den Kindergärten für die kommenden beiden Jahre 2019/20 und 2020/21 einhellig befürwortet.

Für die beiden kommenden Kindergartenjahre zeichnet sich wieder eine Erhöhung der Eltenbeiträge ab. Wie die Verwaltung im Schwanauer Gemeinderats am Montag darlegte, gaben kommunale Landesverbände und Kirchen als gemeinsame Empfehlung eine an den üblichen Tarifentwicklungen orientierte Steigerung von drei Prozent heraus.

Sozialstaffelung

Die Berechnung der Beiträge ist weiterhin am so genannten »Württembergischen Modell« orientiert. Diese familienbezogene Sozialstaffelung berücksichtigt Ermäßigungen nicht nach der Anzahl der Kinder, die gleichzeitig eine Einrichtung besuchen. Vielmehr werden die in einer Familie lebenden Kinder unter 18 Jahren berücksichtigt. In Schwanau wird das Modell seit mittlerweile zehn Jahren für die Berechnung herangezogen.

In guter Tradition der Vorjahre wurden die aktuellen Vorschläge einmal mehr am Runden Tisch, an dem neben Verwaltung, Träger, Leitungen der Kindergärten und die Sprecher der Ratsfraktionen vertreten sind, gemeinsam diskutiert und vorbereitet. Eine große Mehrheit sprach dabei eine entsprechende Empfehlung an den Gemeinderat aus. Die Elternbeiträge liegen insbesondere im Bereich der Kleinkindbetreuung deutlich unter den empfohlenen Werten.

Anderes Beispiel

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Um das Ganze praktisch zu veranschaulichen: In der Regelbetreuung (drei bis sechs Jahre) werden für Familien mit einem Kind 2019/20 insgesamt 128 Euro (plus fünf Euro) und 2020/21 132 Euro verlangt. Für Familien mit zwei Kindern werden es 98 Euro (plus fünf) und 101 Euro sein, für Familien mit drei Kindern 65 Euro (plus drei Euro) und 67 Euro, für Familien mit vier Kindern 22 Euro (plus zwei) und 23 Euro sein, das Ganze pro Kind und Monat bei elf Monatsbeiträgen. 

Ein anderes Beispiel: Die Krippenbetreuung für einjährige Kinder (vormittags bis 5,5 Stunden) wird 2019/20 für Familien mit einem Kind 245 Euro (plus zwölf Euro) betragen, im Jahr darauf 257 Euro. Entsprechend liegen die Werte für Familien mit zwei Kindern bei 218 Euro (plus zehn) und 229 Euro, für Familien mit drei Kindern 168 Euro (plus acht) und 176 Euro und für Familien mit vier Kindern 67 Euro (plus drei) und 70 Euro. Die Riedkommune gewährt für Zwillingskinder eine Ermäßigung in Höhe von 20 Euro monatlich. Aus Sicht der Gemeinde lag das Haushaltsdefizit in diesem Bereich bei 1,28 Millionen Euro. Es bewegt sich im laufenden Haushaltsjahr 2019 bei rund 1,57 Millionen.

Familienpass?

Werden alle Einnahmen (einschließlich Zuweisungen aus dem Kommunalen Finanzausgleich) betrachtet, können für das laufende Jahr rund 34,5 Prozent der Kosten gedeckt werden. Werden nur Elternbeiträge und kommunale Betriebskostenzuschüsse betrachtet, lag die Kostendeckung im Schnitt 2018 bei rund 17 Prozent.

»Wir sind nicht die einzige Kommune, die sich mit dem Thema befasst. Im Vergleich sind wir aber ganz gut gefahren«, sagte Bürgermeister Wolfgang Brucker. Carolin Markstahler (SPD) signalisierte seitens ihrer Fraktion Zustimmung, bat aber darum, beim Thema Sozialstaffelung darum, die Idee eines Familienpasses nochmals zu erwägen. Am Ende stimmte der Gemeinderat dem vorgelegten Verwaltungsvorschlag einhellig zu.

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