Einweihung

Endlich gibt’s ein Bürgerzentrum in Kippenheimweiler

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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09. August 2018

Unter anderem umrahmten die Mädchengruppen »Wylert« und Kanadaring die Eröffnung des Bürgerzentrums Kippenheim mit einem Charleston-Tanz. ©Thorsten Mühl

Begleitet von einem kleinen Programm aus Tanz und Gesang, versorgt mit Brot und Salz als Einstandsgaben, ist am Mittwochnachmittag das neue Bürgerzentrum in Kippenheimweiler eingeweiht worden. Räumlich hat man sich enorm verbessert.

Jochen Brucker ist fast schon ein stehender Begriff geworden, auch, aber nicht nur auf der Lahrer »Westschiene«. Seit 15 Jahren ist er als Sozialarbeiter tätig, anfänglich mit Schwerpunkt in Langenwinkel und »Wylert«. Mit der Zeit kam dann auch noch Hugsweier als dritter betreuter Ortsteil hinzu. Brucker arbeitet generationen- und nationenübergreifend – mit Jung und Junggeblieben, mit Mann, Frau, Kind und Senior. In 15 Jahren hat er vieles gesehen, vor allem auch verschiedene Raumgrößen. Das sprach er am Mittwoch anlässlich der Eröffnung des neuen Bürgerzentrums in der Wylerter Westendstraße offen an.

Das neue Bürgerzentrum stelle nun eine enorme Verbesserung dar, praktisch eine Verdopplung der räumlichen Möglichkeiten. Brucker dankte deshalb zahlreichen Personen und Institutionen, darunter den Ortsverwaltungen der drei zu betreuenden Ortsteile, BGL, Schulen und Kindertagesstätten sowie den örtlichen Vereinen und noch einigen mehr, die ihn in seiner Arbeit unterstützten. 

Wylerts Ortsvorsteher Tobias Fäßler nannte Jochen Brucker »eine wichtige Schnittstelle« für die Sozialarbeit in den drei Ortsteilen der »Westschiene«. Stellvertretend für seine Kollegen überreichte er Brucker ein Flipchart als praktisches Einstandsgeschenk in den neuen Räumen. 

Sozialkultur entwickeln

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Bürgermeister Tilman Petters lobte die »sehr fruchtbare Arbeit« Bruckers, die die »Entwicklung der Sozialkultur« positiv voranbringe. Gemeinsam sollen die Räumlichkeiten künftig für allerlei Anlässe genutzt werden - zum Begegnen, zum Feiern, zum gemeinsamen Verbringen von Zeit.
Die kleine Feierstunde wurde, ehe es zum gemütlichen Teil überging, mit einem kleinen Programm festlich abgerundet. Mitglieder der Mädchengruppen aus Wylert und dem Kanadaring boten eine eigene Charleston-Interpretation, ehe der gemischte Chor »Heimatstimme«, der Jochen Brucker Brot und Salz zum Einzug in die neuen Räume überreichte, mehrere Stücke bot. »Lied von der Heimat« (deutsch), »Oh Nacht, blauäugige Nacht« (russisch) und »Heimatglocken« (deutsch/russisch) wurden den Anwesenden näher gebracht.

Brucker blickte noch auf die Entwicklung zurück. Anfänglich mit einem Büro im Schlachthof ausgestattet, konnte der Sozialarbeiter 2007 in eine Wohnung in den »Niedermatten« wechseln. Hier wurde ein kleines Begegnungszentrum aufgebaut – immerhin größer als ein Büroraum, aber auch den räumlichen Grenzen einer Wohnung unterworfen. »Wir mussten vielfach improvisieren, aber es hat funktioniert«, erzählte Brucker. 

Er ging auf die diversen Projekte über die Jahre ein, von »Grenzfall« über »JuLaKi« bis hin zu »Tandem«. Das Bundesamt für Migration habe anfänglich unterstützend mitgewirkt, die Stadt Lahr anfangs zu einem kleineren Teil. Das Verhältnis habe sich im Laufe der Jahre praktisch umgekehrt. 

Nächste Generation 

Frage man ihn, ähnlich etwa einem Bauern oder Gärtner, warum er diesen Job betreibe, stehe Geld sicher nicht an erster Stelle. »Andere sehen gerne Pflanzen wachsen, mir geht es mit Menschen so«, unterstrich Brucker. Dass seine Arbeit Früchte trage, habe ihm ein besonderes Beispiel unlängst wieder vor Augen geführt. Ein Jugendlicher aus seinen ersten Lahrer Tagen sei mittlerweile wieder nach Lahr zurückgekehrt und habe Familie. »Er hat schon angekündigt, dass er mir seine Kinder zu Projekten und Veranstaltungen schicken wird – das ist eine tolle Sache«, freute sich Brucker. 
 

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