Meißenheim

Ergebnisse einer Spurensuche in VHS-Vortrag in Meißenheim

red/mz
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18. November 2019

Norbert Klein besucht bei seiner Spurensuche das Schloss von de Dietrich in Rothau. ©Norbert Klein

Im Vorfeld seines Vortrags „Was verband Friederike Brion mit der Marseillaise?“, am Dienstag, 26. November, im Alten Rathaus in Meißenheim, erzählte Hobbyhistoriker Norbert Klein dem Lahrer Anzeiger, wie er zu diesem verheißungsvollen Thema gekommen ist.
 

Anlässlich des 100. Todestages von Friederike Brion (1752 bis 13.03.1813) wollte der Hobbyhisoriker Norbert Klein in Meißenheim, wo sie verstorben war, einen Vortrag über die wechselhaften Lebensstationen der Pfarrerstochter aus dem Elsass halten. 

Die Zusammenhänge

Bei seinen umfangreichen Recherchen fand er auch heraus, dass Friederike im Jahr 1788 zu ihrem Bruder Christian nach Rothau ins Breuschtal gezogen war. Als dortiger Pfarrer hatte er sowie seine beiden Schwestern, auch Zugang zu den gesellschaftlichen Kreisen, die ins Schloss des banachbarten Baron de Dietrich eingeladen wurden. 

Als der Hobbyhistoriker in diesem Zusammenhang erfuhr, dass im Salon von de Dietrich am 27. April 1792 die heutige Marseillaise uraufgeführt wurde, machte er sich auf den Weg ins Breuschtal, um dieser Geschichte persönlich vor Ort auf den Grund zu gehen. Er wollte wissen, ob die bescheidene Frau bei einer der Sternstunde der Geschichte anwesend gewesen war. Erste Station war das Tourismusbüro der Stadt Schirmeck, wo er mehr überden Standort des Schlosses und die Familie von de Dietrich erfahren wollte. 

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Eine wohl ganz seltene Frage. Als Klein dann noch von der Urauführung der Marseillaise in Rothaus erzählte, war die Mitarbeiterin auf der anderen Seite der Theke erstaunt. Das sollte sie als Tourismusbeauftragte im Breuschtal doch schon einmal gehört haben, wunderte sie sich. Erst ein 15-minütiger Anruf bei einem älteren Geschichtskenner der Gemeinde brachte die Aufklärung: Baron de Dietrich war 1791 auch Bürgermeister von Straßburg und dort im Rathaus hat dann auch das geschichtsträchtige Ereignis der Uraufführung stattgefunden. 

Neue Erkenntnisse

Unmittelbar wurde nun die Frage örtlich verlagert: Bestand die Möglichkeit, dass Friederike auch in Straßburg dabei gewesen sein konnte, als Rouget de l’Lisle sein neues Kampflied zum ersten Mal vorgestellt hat? Diese Frage soll dann letztendlich im Vortrag von Norbert Klein am Dienstag, 26. November, 19 Uhr, bei seinem Vortrag in der VHS-Außenstelle Meißenheim, im Alten Rathaus geklärt werden.

Übrigens, Klein erlebte daraufhin auch einige Sternstunden der Geschichte, denn er durfte den alten Geschichtskenner aus Schirmeck persönlich besuchen. In unterhaltsamen drei Stunden erzählte der elsässische Experte alles, was er über Friederikes Aufenthalt im Breuschtal wusste. „So etwas erlebt man als Hobbyhistoriker nicht alle Tage“, schwärmt Norbert Klein.

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