Stadt Lahr und Museumsförderverein sagen danke

"Ewigkeitswand": Museumsspender in der Tonofenfabrik geehrt

Autor: 
Burkhard Ritter
Lesezeit 2 Minuten
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08. September 2017

Noch ist es ein Darstellungsmuster: Wer mindestens 175 Euro für das Stadtmuseum spendet, erhält in der Tonofenfabrik einen Namenseintrag auf der »Ewigkeitswand«. ©Burkhard Ritter

Die Stadt Lahr und der Förderverein Tonofenfabrik Stadtmuseum Lahr richten in der Tonofenfabrik eine Spenderwand ein. Jeder, der für das künftige Stadtmuseum mindestens 175 Euro spendet, kann sich dort namentlich verewigen lassen.

»Die Menschen in der Stadt haben sich inspirieren lassen.« Diese Erfahrung hat Kulturbürgermeister Guido Schöneboom eigenen Worten zufolge bei dem noch laufenden Umbau der Tonofenfabrik zum stadtgeschichtlichen Museum gemacht. Nach anfänglicher Skepsis gegenüber dem Projekt »spüren wir mittlerweile großen Rückhalt in der Bevölkerung«, sagt der Bürgermeister.

80.000 Euro Spendengelder

Wesentlich dazu beigetragen habe der 2014 gegründete Förderverein Tonofenfabrik Stadtmuseum Lahr, lobt Schöneboom und nennt die drei Kernziele des Vereins: Geld sammeln für die Dauerausstellung, das Museum im Ablauf unterstützen, Wechselausstellungen begleiten.

Bei der Gründung hatte sich der inzwischen auf 61 Mitglieder angewachsene Förderverein als Ziel gesetzt, 80 000 Euro Spendengelder zu generieren. Davon sind nach aktuellem Stand »über 50 Prozent eingeworben«, weiß Thomas Joachims, Schatzmeister des Fördervereins.

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Die größte Spende bisher haben Verlag und Druckhaus Kaufmann anlässlichen deren 200-jährigen Bestehens im vergangenen Jahr getätigt. Dankbar sei der Förderverein aber auch für kleine Spenden, wie der Vereinsvorsitzende Jürgen Frank betont.

Finanzielle Museumsunterstützer

Die Stadt Lahr und der Förderverein sind überein gekommen, dass dieser Dank »eine sichtbare Plattform«, so Schöneboom, bekommen soll. Konkret: In der Tonofenfabrik wird am Aufzug im Eingangsbereich eine Spenderwand eingerichtet. Darauf werden »in schicker, edler Folienbeschriftung«, so Jürgen Frank, die Namen der finanziellen Museumsunterstützer verewigt.

Für die Auflistung gibt es je nach Spendenhöhe drei Schriftgrößen. Einen Eintrag erhält, wer dem Förderverein mindestens 175 Euro spendet. Jeweils größer wird die Schrift dann ab Spendenbeträgen von 375 und 675 Euro. Derzeit hat Schatzmeister Joachims »90 bis 100 Spender« gelistet. Wobei: »Nicht alle wollen auf die Wand.«

Die Namenslistung soll permanent fortgeführt werden, wie die Beteiligten am Donnerstag beim Vor-Ort-Termin erklärten. Wer bis zur Einweihung des Stadtmuseums am 23. Februar 2018 namentlich noch auf die »Ewigkeitswand« will, soll sich laut Jürgen Frank bis Ende Oktober beim Förderverein melden.

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