500-Kilo-Fliegerbombe am Bahnhof

Fliegerbombe in Lahr ohne Probleme entschärft

12. Mai 2017
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Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Donnerstagmorgen bei Bauarbeiten am Lahrer Bahnhof gefunden. Weil die Bombe entschärft werden musste, wurde ab 18 Uhr der Bereich um den Lahrer Bahnhof  im Radius von 500 Metern evakuiert. Es kam außerdem auf der Schiene und auf der Straße zu Verspätungen und Verkehrsbehinderungen. Gegen 22.15 war die Entschärfung beendet - laut Polizei ohne Vorkomnisse.

Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in den heutigen Morgenstunden in unmittelbarer Nähe der Rheintalbahn und der Kruttenaustraße stand schnell fest: Die Fliegerbombe muss entschärft werden. Die Maßnahmen dazu begannen um 21.45 Uhr. Hierzu musste ein Bereich von 500 Metern rund um den Fundort evakuiert werden.

Mitarbeiter einer Baufirma hatten die Bombe um kurz vor 5.30 Uhr im Zuge von Handgrabarbeiten fünf Meter neben dem Gleisbett der Rheintalstrecke entdeckt. Gegen 22.15 Uhr war die Entschärfung beendet. Besondere Vorkommnisse gab es laut Polizei keine. Gegen 22.30 Uhr fuhr der erste Zug und die Bewohner durften wieder in ihre Wohnungen zurück.

 

 

Bombe nicht transportfähig

Bei dem Fund handelte es sich um eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe. Die nähere Begutachtung des Blindgängers durch die hinzugezogenen Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes aus dem Raum Böblingen hatte ergeben, dass der Sprengkörper aus mutmaßlich amerikanischer Produktion nicht transportfähig, noch mit einem Zünder versehen und somit potentiell gefährlich war. Aufgrund dieser Bewertung hatte am Donnerstagnachmittag in Absprache zwischen der Stadt Lahr, der Bundespolizeiinspektion Offenburg, der Deutschen Bahn und des Polizeipräsidiums Offenburg eine Absprache stattgefunden, die Bewohner und Gewerbetreibenden im gefährdeten Bereich von 500 Metern um den Fundort zu evakuieren.

 

 

Evakuierungsmaßnahmen

Die Evakuierungsmaßnahmen, von denen rund 3000 Personen betroffen waren, hatten sich auf den Bereich zwischen der Straße "Beim weißen Stein" im Norden, dem Bahnhofplatz im Süden, der Tullastraße im Westen und der Hansjakobstraße/Kanadaring im Osten erstreckt. Menschen innerhalb der Evakuierungszone hatten seit 18 Uhr damit begonnen, ihre Wohnungen und Arbeitsstellen zu verlassen. Zwei Bewohner weigerten sich, ihre Wohnungen zu verlassen und mussten in Gewahrsam genommen werden. Die Polizei informierte die Anwohner mithilfe von Lautsprecherwagen über die Evakuierung. Die Beamten wurden unterstützt durch Mitarbeiter der Stadt Lahr. Auch der ansässige Real-Supermarkt musste evakuiert werden.

Bewohner, die für die Dauer der Maßnahmen nicht bei Bekannten und Freunden Unterschlupf fanden, hatten die Möglichkeit, in der Sporthalle Mauerfeld und in der Sulzberghalle unterzukommen. Etwa 200 Menschen nahmen dieses Angebot an. Hierfür war von der Stadt Lahr ein Buspendelverkehr mit mehreren Haltestellen im betroffenen Gebiet eingerichtet worden. Für die Bevölkerung stand für weitere Fragen ein Bürgertelefon zur Verfügung.

 

 

Verkehrsbeeinträchtigungen

Verkehrsteilnehmer waren gebeten worden, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die B3 war seit 18 Uhr von Friesenheim kommend komplett gesperrt, ebenso der Hirschplatz sowie unter anderem Teile der Dinglinger Hauptstraße, Rheinstraße und Raiffeisenstraße. Es musste mit massiven Behinderungen des Verkehrs gerechnet werden.

 

 

Beeinträchtigung des Bahnverkehrs

Der Bahnverkehr war während der Entschärfung auf der Rheintalbahn kurz vor 21 Uhr eingestellt worden. Bahnreisende waren gebeten worden, sich hinsichtlich des Schienenersatzverkehrs an die Deutsche Bahn zu wenden. Auch die Umgebung um den Lahrer Bahnhof war für den Zeitraum der Evakuierung gesperrt. Die Haltestellen Lahr West, Frachtpostzentrum, Einsteinallee, Zeppelinstraße, Hebelschule, Flugplatzstraße, Linde, Alte Straße,Offenburger Straße, Raiffeisenstraße, Karl-Kammer-Straße, Senefelderstraße und Draisstraße konnte nicht angefahren werden.

Autor:
red/Matthias Jundt

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Audio Upload:
Pressesprecher der Bundespolizei, Dieter Hutt, zum aktuellen Stand.,
Dieter Hutt zur Frage, wie lange die Arbeiten an der Bombe dauern wird.,
Dieter Hutt zur Frage, wo die Bombe liegt.

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