Lahr

Thomas Oppermann zu Gast beim Lahrer SPD-»Blaulichtempfang«

13. September 2017
&copy Stephan Tissot

Die Arbeit von DRK, Feuerwehr THW oder DLRG ist heute – fast – selbstverständlich. Johannes Fechner, Kandidat der SPD im Wahlkreis Lahr-Emmendingen, hat genau deswegen am Montagabend zum »Blaulichtempfang« im Stiftsschaffneikeller Vertreter der verschiedenen Hilfsorganisationen eingeladen.

Johannes Fechner begrüßte zusammen mit Thomas Oppermann, dem Fraktionschef der SPD im Bundestag, und Elvira Drobinski-Weiss, der Kollegin aus dem Wahlkreis Offenburg, etwa 50 Gäste, darunter viele Vertreter aller Hilfsorganisationen der Region. Ein Thema war, wie die Hilfsorganisationen, die hier unter dem Schlagwort »Blaulicht« zusammengefasst worden sind, besser in ihrer Arbeit unterstützt werden. 

Dieter Gawron, der Vorsitzende der Lahrer DLRG, stellte fest, dass der eigene Verein den Sommer über an den Wochenenden das angelegte Bad am Waldmattensee überwacht habe. Verwaltung oder Ausbildung wäre da nicht eingerechnet. Warum könnte, so fragte er im Namen vieler der Anwesenden, es da nicht eine Art Taschengeld geben. 
Das Beispiel, das vorher mehrfach herangezogen wurde, ist der Bundesfreiwilligendienst. Man habe daran gedacht, 30 Jahre Ehrenamt mittels eines Bonus bei der Rente zu fördern, entgegnete Oppermann. Dieser Bonus aber müsste dann aus Steuergeldern bezahlt werden. Es sei da aber sehr kompliziert abzugrenzen, wer was für welches Amt erhalten würde. 

Innere Sicherheit

Themen eines kurzen Vortrages Oppermanns waren zuvor die innere Sicherheit, Flüchtlinge und deren Integration sowie die damit verbundene Entwicklungshilfe gewesen. Fechner, der Sprecher in der Arbeitsgruppe Recht und Verbraucherschutz des Berliner Parlamentes ist, stellte zusammen mit dem Fraktionschef einige Fakten an den Anfang. 

2015 seien knapp eine Million Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Es sei eine enorme Leistung aller Beteiligten gewesen, diese Menschen überhaupt unterzubringen. Oppermann zog da einen Vergleich zu den Flüchtlingslagern in Jordanien oder der Türkei. Hier habe sich eine starke Zivilgesellschaft bewiesen. 

Richtige Antworten

Um aber hier keine Spaltungen zu verursachen, »müssen wir die richtigen Antworten geben«. Oppermann erinnerte daran, dass die SPD in der bald vergangenen Legislaturperiode den Antrag gestellt habe, etwa 3000 neue Stellen bei der Polizei zu schaffen. »Das hat die CDU überrascht, aber sie konnten da schlecht Nein sagen.« 

Die SPD würde auch in der Zukunft neue Stellen schaffen. Oppermann sprach da von rund 15.000 Stück. »Das ist etwa die Zahl, die in den vergangenen 20 Jahren abgebaut wurde.« Dazu gehöre aber auch eine entsprechende Ausbildung. 

Auf eine Anfrage stellte Oppermann klar, dass Flüchtlinge, die hier integriert werden können, in unserer Gesellschaft von Nutzen wären. Umgekehrt wäre ein Flüchtling, der hier gut aufgenommen worden sei, auch in der Heimat eine wertvolle Hilfe – beispielsweise, wenn es um eine internationale Zusammenarbeit gehe. Es ging hier um das Thema, die Fluchtursachen in den Heimatländern zu bekämpfen.

Autor:
Stephan Tissot

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