Friesenheim - Oberschopfheim

Frauengemeinschaft Oberschopfheim untertützt »Maria 2.0«

Autor: 
Frank Hansmann
Lesezeit 2 Minuten
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12. Mai 2019

Nicht nur Frauen unterstützen die bundesweite »Aktion Maria 2.0«. Auch Klaus Brodowski beteiligte sich an der Unterschriftenaktion der Frauengemeinschaft Oberschopfheim. ©Frank Hansmann

Die Frauengemeinschaft Oberschopfheim unterstützt die Aktion »Maria 2.0« zwar mit einer Unterschriftenliste, will sich aber nicht am Kirchenboykott beteiligen.

Vielmehr geht es darum, Zeichen zu setzen und aufzuzeigen was Frauen in der katholischen Kirche leisten und die Strukturen für Frauen zu öffnen. Für die Besucher des Wortgottesdienstes am Sonntagvormittag war es eine spontane Entscheidung, sich mit ihrer Unterschrift an der bundesweiten Aktion »Maria 2.0« zu beteiligen. Frauengemeinschaftsvorsitzende Hildegard Gnädig hatte zum Ende des Gottesdienstes zu einer Beteiligung aufgerufen.

Kirchenaustritt keine Option

Menschen aus der Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Münster haben die einwöchige bundesweite Aktion ins Leben gerufen. Offen sprechen die weiblichen Initiatorinnen aus Münster Gräueltaten im Umfeld der Kirche an. Kirchenaustritt soll keine Option sein, vielmehr soll ein Weg gefunden werden, der Freude bereitet, in der Kirche zu bleiben. Hierbei geht es um eine Erneuerung der Kirche unter Mitgestaltungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten für Frauen. Mit einem offenen Brief an Papst Franziskus wurde die Aktion gestartet. Nun sollen die Aktivitäten flächendeckend verbreitet werden.

Bei Oberschopfheims Frauengemeinschaftsvorsitzender Hildegard Gnädig stieß das Thema sofort auf Gehör. Für größere Aktionen oder der Beteiligung am Streik im kirchlichen Ehrenamt waren die Zeitabläufe zu kurzfristig. »Ich stehe voll hinter dieser Sache, dennoch werden wir uns nicht am Streik beteiligen«, so Gnädig im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger. Gnädig fand in der Vergangenheit kein Beispiel für eine ähnliche Initiative.

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Niemand hatte es offenbar bisher gewagt, die Strukturen der katholischen Kirche mit einer derart öffentlichen Aktion in Frage zu stellen und Veränderungen einzufordern. »Endlich kann man auch auf diesem Gebiet etwas machen«, so ihre fast schon erleichterte Einstellung hinsichtlich der auch aus ihrer Sicht derzeitig unzufriedenen Situation. 

"Durchaus Mut gekostet"

»Es hat mich durchaus Mut gekostet, dieses Thema im Kindergottesdienst anzusprechen. Es beschäftigt mich schon seit Jahren. Dennoch gehört auch ein wenig Mut dazu, vor Ort tätig zu werden«, erklärt Gnädig.Dass die Thematik eine Generationsfrage sein könnte, erfuhr sie aus den eigenen Reihen.

Beim Muttertagsausflug am Samstag, seien es überwiegend die jüngeren Frauen unter den Mitgliedern gewesen, die sich in Gesprächen für eine Öffnung aussprachen. Dass das Thema nicht nur Frauen angeht, bewiesen auch einige männliche Kirchgänger nach dem Gottesdienst mit ihrer Unterschrift am Informationsstand auf dem Kirchplatz am Sonntag.

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