Friesenheim

Friesenheimer Driewili Stampfer feiern Guggefescht

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 3 Minuten
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17. Februar 2019
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(Bild 1/4) Die Driewili Stampfer eröffneten am Samstag als Hausherren das Guggefescht in der Sternenberghalle. ©Wolfgang Schätzle

Die Friesenheimer Driewili Stampfer haben am Samstag zu ihrem 21. Guggefescht in die Sternenberghalle eingeladen. Auf die Frage, »wie war es denn?«, lässt sich sehr schnell eine Antwort formulieren: »laut, sehr, sehr laut«. Aber jetzt der Reihe nach.
 

Bereits um 19 Uhr wurden die Türen zur Sternenberghalle geöffnet.  Angenehm für die Besucher, die bereits früh und zahlreich erschienen waren, dass die Band »Götz’n’Moritz« aus Riegel die Gäste bereits musikalisch begrüßte. Gekonnt beherrschen die vier Musiker, nebst Sängerin »Kadda« alle Genres die heut zu Tage von einer zünftigen Kapelle erwartet werden können. Rock, Pop, Schlager und Oldies, alles wurde im richtigen Moment umgesetzt. 

Die Halle hatte ein bisschen etwas von einem Bierzelt-Charakter. Die Veranstalter haben bewusst auf die eigentliche Möblierung mit Tischen und Stühlen verzichtet und diese mit Festbänken und passenden Bierzelttischen ausgestattet, auf denen später auch getanzt wurde. 

Geballte Kraft

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Den Abend eröffneten  die Hausherren. Die Driewili Stampfer überzeugten von Beginn an ihre Gäste. Eindrucksvoll vor allem der Klangkörper. Geballte Kraft wurde da in einer Lautstärke von der Bühne geschleudert, die es mit jeder Hardrockband hätte aufnehmen können. Untermauert von den Trommeln und Rhythmus Instrumenten fegten die Bläser ihren Sound durch den Saal. Weit weg von dem, was sich der Laie unter Guggemusik früherer Jahre vorstellen konnte. 

An diesem Abend war zu spüren, dass alle Akteure ihre Instrumente beherrschten und mit einer irren Spielfreude ihre Show zelebrierten. Das sollte auch für alle Gastmusiken gelten, denn wirklich schräge Töne sollten in der Sternenberghalle selten zu hören sein. Die »Krützsteinguggis« aus Oberried beispielsweise, überzeugten mit Georg Gershwins »Summertime« aus seiner Oper »Porgy & Bess« und Carlos Santana’s »Oye Como Va« – natürlich für Gugge prädestiniert– wenn auch sicher nie so gedacht. Die weiteste Anreise nach Friesenheim hatten die »Ranzenpfiffer« aus Lörrach, deren Einmarsch mit ihren großen Pappmaché-Köpfen und dem Trommelschlag, eher an den Rosenmontag der Basler Fasnacht erinnerte. 

Zwischen den Pausen immer wieder Götz’n’Moritz. Die Band verstand es, keine Langeweile aufkommen zu lassen. Sehr schnell wurde vom Publikum auch der Platz auf der Bühne zum Tanzen genutzt, nachdem es im eigentlich dafür vorgesehenen Hallenbereich langsam aber sicher eng wurde. Nach einer weiteren Tanzrunde ging buchstäblich ein Orkan über die Bühne. 

Da war sie wieder, diese Ursprüngliche Guggemusik mit allen Facetten, die man ihr über Jahrzehnte zuschrieb: Schrill, schräg, laut und voller Tempo. Richtig, die »Moorebätscher« aus Kippenheim, seit zwei Jahrzehnten gerne gesehener Gast in Friesenheim, ließen es gewaltig krachen. Wie viele Kilogramm die Jungs an den Basstrommeln in den 30 Minuten des Auftrittes abgenommen haben war nur zu erahnen. 25 Männer und Frauen rissen den allerletzten Besucher von den Stühlen. Die Temperatur in der Halle war sprunghaft um einige Grad gestiegen. Besser lässt sich das Ergebnis des Vortrags nicht beschreiben. Spielfreude und das riesiges Temperament, gerade der Mädels im Team, waren ansteckend und begeisternd zugleich. Ihr Ausmarsch nach dem Auftritt sollte länger dauern. Immer wieder wurde dieser an den Tischen unterbrochen und es wurde nochmals von vorne gerockt. Es folgte der Auftritt der »Zichfätzer Guggemusik« aus Endingen. Auch sie waren mit 25 Musikern am Start und begeisterten ohne Stimmungsverlust zur Vorkappelle. Beeindruckend auch hier die großen Köpfe aus Pappmaché als Erscheinungsbild, das von allen bestaunt wurde.

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