Lahr/Schwarzwald

Friesenheimer Fahrstuhlschacht: Nur ein Bieter

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 2 Minuten
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11. Juli 2018

Für die Rohbauarbeiten am Fahrstuhlschacht muss wesentlich mehr Geld bezahlt werden. ©Wolfgang Schätzle

Der Friesenheimer Gemeinderat vergab am Montag weitere Gewerke zur Herstellung der Barrierefreiheit und den Bau eines Aufzugs am Südbau des Bildungszentrums. Gesamtkosten der Arbeiten: rund 428 000 Euro.

Der Gemeinderat hat im Juni 2013 die Errichtung einer offenen Ganztagsschule für die Real- und Werkrealschule Friesenheim auf den Weg gebracht und für die Umsetzung Mittel in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro für die Jahre 2015 bis 2017 zur Verfügung gestellt. Mit dem ersten Bauabschnitt im Südbau wurde der erste Teil des pädagogischen Konzepts zur offenen Ganztagsschule umgesetzt. 

Die Lernküche wurde vom Kellergeschoss in das Erdgeschoss verlegt, die Aula umgebaut, eine Behinderten-WC-Anlage errichtet sowie die Auflagen im Brandschutz und die Grundsanierung der Stark- und Schwachstromanlagen umgesetzt. Für den zweiten Bauabschnitt wurden im Haushalt 2018 Mittel in Höhe von 850 000 Euro bereitgestellt. Wenn der zweite Bauabschnitt abgeschlossen, sind die baulichen Voraussetzungen zur Einführung der Ganztagsschule geschaffen.

Barrierefreiheit ist Ziel

Im zweiten Bauabschnitt geht es nun um die Herstellung der Barrierefreiheit und den Bau eines Aufzugs, wofür im Haushalt 395 000 Euro bereitgestellt wurden. Am Montag wurden nun in der jüngsten Gemeinderatssitzung weitere Gewerke für die Umsetzung der Maßnahme vergeben.

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Für die Rohbauarbeiten des zirka 14 Meter hohen Fahrstuhlschachts haben vier Firmen die Ausschreibungsunterlagen angefordert. Abgegeben wurde letztlich aber nur ein Angebot, womit den Zuschlag die Firma Ritter Bau aus Schutterwald als einziger Bieter für rund 211 000 Euro erhielt. Knapp 60 000 Euro über der Schätzung. 

Auch beim nächsten Gewerk Elektroarbeiten lag die Schätzung unter dem dem günstigsten Angebot. Drei Firmen hatten Angebote abgegeben, die Arbeiten wurden an Elektro Eckenfels in Friesenheim für rund 130 000 Euro vergeben. 

80 000 Euro mehr

Roland Herzog (CDU) merkte an, dass somit nun insgesamt rund 80 000 Euro mehr benötigt würden, als angenommen. Bauamtsleiter Markus Reinbold versicherte jedoch, dass die zur Verfügung gestellten Mittel ausreichend wären, zumal auch der größte Batzen schon weg wäre. 

Dass es auch mal günstiger geht, zeigte sich bei den Vergaben der Heizungs- und Sanitärarbeiten. Von drei Angeboten bei den Heizungsarbeiten fiel das günstigste mit rund 43 000 Euro auf die Firma Otto Zepp in Offenburg. Auch bei den Sanitärarbeiten wurden drei Angebote abgegeben. Günstigster Bieter war hier Haustechnik Fischer aus Friesenheim mit knapp 44 000 Euro. Beide Gewerke zusammen lagen somit rund 8000 Euro günstiger als die Schätzung.

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