Mariä Himmelfahrt

Friesenheimer Frauengemeinschaft bindet Kräuterbüschel

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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13. August 2019

Auf Einladung der Friesenheimer Frauengemeinschaft wurden Kräuterbüschel für die Weihe beim Vorabendgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt. ©Wolfgang Schätzle

Im Vorabendgottesdienst zu Mariä Himmelfahrt werden am Mittwochabend in Friesenheim Kräuterbüschel geweiht, die am Dienstag von der Frauengemeinschaft bereits zum 16. Mal in einer Gemeinschaftsaktion gebunden wurden.

Kaum an der Eisdiele vorbei, ist der Duft vom Innenhof von Elise Schmieder in Friesenheim aus schon mit der Nase erfassbar. Es duftet nach unzähligen Kräutern, das ganze Ambiente gleicht einer schier unerschöpflichen »Apotheke«, angefangen mit Baldrian, Farnkraut, Fenchel, Getreideähren und Hopfen über Johanniskraut, Kornblume, Kümmel, Melisse und Majoran bis hin zu Pfefferminz, Rosmatin, Salbei, Tausendgüldenkraut, Taubnessel und Wermut, um nur einige zu nennen. 

Im Innenhof sind bereits zahlreiche Frauen dabei Kräuterbüschel zu binden – 17 an der Zahl. Sie alle sind auf Einladung der Frauengemeinschaft Friesenheim gekommen, die nun schon seit 16 Jahren zum gemeinsam Kräuterbüschelbinden einladen.

Die »Erfahrenen«

Mittendrin ist zu Beginn Elise Schmieder, die einst mit Christa Göhr die Aktion im Vorfeld von Mariä Himmelfahrt initiierte. Mit dabei waren damals schon auch Hilde Böhnemann und Inge Kiefer, die gestern natürlich auch wieder fleißig Büschel banden. Sie sind sozusagen die »Erfahrenen« unter den Frauen, unter denen auch wieder »Neue« dabei waren. 

Immer wieder geben sie Ratschläge zur Technik des Bindens. Natürlich bietet eine solche Aktion auch Raum zum Austausch von Neuigkeiten aus dem Alltag, aber auch von früher. So erfuhr der Lahrer Anzeiger beispielsweise, dass eine Frau mal als Kind mächtig Ärger zu Hause bekam, weil sie beim Binden der Blumen auf der Wiese keine Schnur dabei hatte und einen Faden vom Rocksaum als Ersatz nahm. Der Rock war natürlich zerzaust. 

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Unter anderem wurde auch über das Mariä-Himmelfahrtsfest in Schuttern geplaudert. Wie viele Pfarrer wohl diesmal vorne am Altar stehen werden? Etwas belächelt wird zudem eine Meldung, wonach die Friesenheimer Frauen auch für Schuttern Kräuterbüschel binden würden. Mit Nichten. Das war natürlich eine Falschmeldung. 

Überraschung aus Schuttern

Kaum war es allen kundgetan, stand zur Überraschung eine Frau aus Schuttern im Innenhof. Ihr Beweggrund war allerdings ein anderer. Sie findet einfach keine Zeit und es wäre auch nicht ihr Ding solch ein Büschel selbst zu binden. Und so wechselten dann doch für einen kleinen Obolus zwei Büschel von Friesenheim nach Schuttern.

Denn Tradition hat bei Friesenheims Frauengemeinschaft nicht nur für den Eigenbedarf die Büschel zu binden, sondern auch für jene Friesenheimer, die keine Zeit haben. Für jedes einzelne Büschel gilt es mindestens drei Euro zu berappen. Wer an der Aktion bei den Schmieders nicht teilnehmen konnte und auch zu Hause keine Möglichkeit hatte, einen Kräuterbüschel zu binden, kann mit etwas Glück heute Abend einen Büschel nach dem Gottesdienst für vier Euro erwerben.

Glück erforderlich

Glück deshalb, weil die Büschel eigentlich immer schnell vergriffen sind. Der Erlös ist für die Renovierung des Georg-Schreiber-Hauses bestimmt. Die festliche Eucharistiefeier zum Hochfest Mariä Himmelfahrt mit Kräuterweihe beginnt am Mittwoch um 18.30 Uhr in der Sankt-Laurentius-Kirche.

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