Friesenheim

Friesenheimer Multiinstrumentalist beim Alphorntag

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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05. September 2018

Weltmusik-Trio: Enkhjargal Dandarvaanchig (links) und Pape Dieye (rechts) begleiten Franz Schüssele mit ihren Instrumenten. ©Wolfgang Schätzle

Vier Chöre präsentieren am Sonntag auf der Landesgartenschau in Lahr die Alphornmesse von Franz Schüssele. Der Friesenheimer Multiinstrmentalist will beim Alphorntag zudem mit einer »Weltneuheit« überraschen.
 

Am Sonntag werden Alphornbläserinnen und -bläser aus dem gesamten Schwarzwald den ganzen Tag über auf der Landesgartenschau in Lahr an drei verschiedenen Bühnen und Plätzen spielen. Unter ihnen ist auch der Alphorn- und Multiinstrumentalist Franz Schüssele aus Friesenheim, der gleich zwei Glanzlichter an diesem Tag setzen wird. 

Zum einen kommt es um 14 Uhr zur Aufführung der von ihm komponierten Alphornmesse aus dem Jahr 1985. Seither ist die Messe weit über 100 Mal aufgeführt worden – auch in Frankreich, Belgien, Österreich und in der Schweiz. Zuletzt in Görlitz, worüber der Lahrer Anzeiger berichtete. 

Konzertante Aufführung

Die Alphornmesse, die Schüssele zusammen mit den Friesenheimern Herbert Wieber und Michael Fünfgeld sowie dem Görlitzer Kirchenchor im Dezember 2017 aufführte, lockte rund 1000 Besucher in die Görlitzer Peterskirche. Am Sonntag wird Schüssels Werk allerdings nicht im Rahmen einer Messe, sondern konzertant aufgeführt. Mit dabei sind auch wieder die Görlitzer und natürlich der katholische Kirchenchor aus Friesenheim. Mit den Friesenheimern hat Schüssele seine Messe einst sogar in Wien aufgeführt. 

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Damals war Schüssele auch Dirigent des Kirchenchors. Und dabei kam ihm auch die Inspiration für eine solche Messe. »Damals habe ich festgestellt, dass beide Klänge – also Chor und Alphorn – ganz gut zusammen passen«, so Schüssele gestern im Gespräch mit dem Lahrer Anzeiger.

Auch im Straßburger Münster sangen damals die Friesenheimer die Messe, die in dieser Zeit noch rund 60 Sängerinnen und Sänger in ihren Reihen hatten, sowie in der Schweiz. Neben den Friesenheimern und Görlitzern werden am Sonntag auch die Kirchenchöre aus Ettenheim und Dossenheim (bei Heidelberg) die konzertante Aufführung der Alphornmesse unterstützen. Geplant waren zudem die Unterstützung durch den Dörlinbacher Kirchenchor sowie eines Chors aus Saarbrücken, was jedoch aus organisatorischen und terminlichen Überscheidungen nicht klappte. Die Aufführung am Sonntag dauert 45 Minuten.

Ganz neue Formation

Um 15.45 Uhr wird Franz Schüssele quasi mit einer Weltneuheit ins Rampenlicht treten. Er präsentiert eine ganz neue Formation. »Das ist weltweit einmalig.« Schüssele spielt dabei auf Alp-, Stier-und Naturhörnern, auf Fujara, Muschelen, Lure und Sackpeife. Enkhjargal Dandarvaanchig begleitet Schüssele auf einer mongolischen Pferdekopfgeige und Pape Dieye auf traditionellen afrikanischen Instrumenten. Die beiden Musiker aus der Mongolei und aus Afrika werden zudem auch gesanglich ihre Visitenkarte hinterlassen. 

Dieses von Schüssele neu initiierte Weltmusik-Trio nennt sich übrigens »Frapapepi«. Welche Sprache sich dahinter verbirgt beziehungsweise was das Wort bedeuten soll, verrät Schüssele allerdings erst am Sonntag bei der »Weltpremiere«, wie er es nennt. Beide Aufführungen (Alphornmesse und Weltneuheit) finden auf der E-Werk-Bühne statt.

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