Friesenheim

Friesenheimer Realschüler begeistern mit Frühjahrskonzert

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 4 Minuten
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06. April 2019
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In der Aula ihrer Schule boten die Realschüler den Besuchern einen bunten und unterhaltsamen Abend. ©Walter Holtfoth

Bunt gemischt und von einer großen Vielfalt gekennzeichnet ist das Programm des Frühjahrskonzerts gewesen, dass die Schüler der Realschule und Werkrealschule ihrem Publikum in der Aula geboten haben. Vor allem die Eltern waren begeistert.

Die Aula war bis auf den letzten Stuhl besetzt, als der turbulente Reigen begann. Verzichtet wurde auf Grußworte seitens der Schulleitung oder des Förderkreises, so dass man gleich mit dem Programm beginnen konnte. Schulleiterin Angelika Philipzen, nahm neben Charlotte Schubnell, der Vorsitzenden des Förderkreises, und ihrem Vorgänger Hans Lögler in der ersten Reihe Platz. Sie konnten sich zurücklehnen und die Beiträge genießen. 

Der Grundschulchor startete mit Gesang und einem Gedichtvortrag. Joshua Eller aus der Klasse 7 c rockte fast professionell auf dem Flügel und riss vom ersten Tastenanschlag alle zum Mitklatschen mit. Belohnt wurde er von einem tosenden Applaus des Publikums, das natürlich überwiegend aus Mitschülern, Eltern und Großeltern bestand.

Gekonnte Liedbeiträge

Im Anschluss folgten mehrere gekonnte Einzelbeiträge von Amelie Fellmeth (Klasse R 7 a), unterstützt von Philip Böhm und Max Miessmer aus der Klasse R 8 b. Für badische Ohren außergewöhnlich folgte ein kurdisches Lied, das von Ilyas Duran aus der Klasse W5a, vorgetragen wurde.

Zum Inhalt hatte es die Geschichte des Erwachsenwerdens eines Jungen, der von seinem jüngeren Bruder bewundert wird. Wehmut klang im Gesang über den Verlust, da er jetzt die Familie verlassen musste. Still wurde es in der Aula, als der junge Sänger konzentriert Strophe für Strophe zum Besten gab. Laut war dann aber die Zustimmung als Lohn für den Mut zu diesem sentimentalen Beitrag. 

Schlag auf Schlag ging der Abend weiter: Eine Boy-Group, bestehend aus Eric Hurst, Jason Durban und Florian Mehner (alle aus der Klasse W 5 a), stimmte den Song »Einer von 80 Millionen« von Max Giesinger an. Die Jungs sangen mit großer Freude und ein Unterschied zum Original war kaum zu hören. Die Trommel-AG sorgte für gekonnten Druck auf der Bühne, gefolgt von einer turbulenten Cheerleader-Einlage, die den ersten Teil des Programms beendete. 

Nach der Pause ging es mit der gleichen Dynamik weiter: »Wenig Text« stand da auf dem veröffentlichten Ablaufplan – gemeint war damit die Tatsache, dass Angelika Philipzen und Charlotte Schubnell das Mikrophon bedienen mussten. 

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Für Engagement geehrt

Denn es galt, eine ganz besondere Ehrung vorzunehmen. Mit dem Franz-Ress-Preis für besondere Leistungen und engagiertes soziales Verhalten wurde Fabian Hug aus der Klasse R 10 b geehrt. Der Schüler wusste allerdings bis zu diesem Moment gar nicht, dass er der Auserwählte war. Sichtlich überrascht, aber nicht weniger glücklich, nahm er schließlich Urkunde und Preis entgegen.

Auch wenn er zum Abschlussjahrgang gehört, sicherte er seiner Schule auch darüber hinaus die Unterstützung mit seinen Talenten, insbesondere im Bereich der Fotografie und der Dokumentation zu. 

Weiter ging es mit Beiträgen von Thomas Eckhardt, Samantha Lessing, Milena Breger (alle aus der Klasse R 8 d), gesanglich unterstützt von Jonny Sturm. Die Theater-AG konnte in einer humorvollen Szenerie auf den bald kommenden Thea­terabend aufmerksam machen. Jenny Sturm sang sich in die Herzen der Zuhörer und auch Manuela Grubesic aus der Klasse R 9 a sorgte auf ihre Art für sehr viel Heiterkeit. 

Höhepunkt am Klavier

Für einen der Höhepunkte des Abends sorgte dann Laura Krieg aus Oberweier. Die Schülerin der Klasse R 5 c trug am Flügel in einer atemraubenden Präzession Werke von Frederic Chopin vor. Ihr Spiel bescherte manchem Zuhörer eine Gänsehaut. Diese Gefühlslage verstärkten anschließend die Chöre aller Schulen: Gemeinsam schlossen sie den Abend mit dem mahnenden Lied »Wir zieh’n in den Frieden« von Udo Lindenberg.

»Lass sie ruhig sagen, dass wir Träumer sind. Am Ende werden wir gewinnen, wir lassen diese Welt nicht untergehen«, heißt es da im Text – ein beeindruckender Abschluss eines großen Abends. 

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