Friesenheim

Friesenheimer Schüler besuchen Senioren im Kursana Domizil

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 2 Minuten
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14. November 2019

Senioren und Schüler haben sich am Montag über alle mögliche Themen unterhalten. ©Walter Holtfoth

Soziales Engagement führt Schüler der Realschule und Werk­realschule Friesenheim ins Altersheim. In ihrer Projektwoche waren 21 Jugendliche der Klasse R 7a am Montag zu Gast im Kursana Domizil.

Direktor Rudolf Edelmann nahm sich mit seinem Pflegedienstleiter Stefan Lott gerne die Zeit, die Jungs und Mädels über sein Haus zu informieren. Dorothea Brasch-Duffner und Klassenlehrerin Kim Dentler leiten  die Projektwoche mit dem Thema „Soziales Engagement“. 

Edelmann sprach zunächst über das Kursana Domizil, das inzwischen über 35 Jahre in Friesenheim ansässig ist. Die Schüler, alle im Alter um die 13 Jahre, hatten sich gut vorbereitet auf diesen Vormittag. „Was verdient ein Pfleger?“ „Übernehmen Sie Auszubildende?“ Fragen über Ausbildung und Verdienst bestimmten lange den Stuhlkreis, bei dem auch Bewohner Platz genommen haben.

Der Direktor verwies auf kommende Veränderungen bei der Bezahlung: „Bis Ihr irgendwann mal fertig seid, werdet Ihr mit weit über 3000 Euro richtig gut verdienen.“ 107 Jahre ist die älteste Bewohnerin, der jüngste ist 47. Interessant auch, dass auf jeden Bewohner der Einrichtung ungefähr eine Pflegekraft kommt und das Haus keinen Fachkräftemangel hat, weil die meisten Lehrlinge nach der Ausbildung übernommen wurden, so Edelmann. Direkte Fragen gingen vonseiten der Schüler auch an die Senioren in der Runde. Wie denn das Wohlbefinden sei, ob das Essen schmeckt und wie die Freizeit verbracht wird, wurde gefragt. Ebenso: „Wie war das für Sie im Krieg?“ Staunend wurde den Antworten gelauscht. 

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Ein Glücksgriff

Auch einen Gartentherapeuten gibt es im Kursana. Hartmut Pradt aus Ettenheim hat diesen Studiengang in Wien absolviert. Wie die Bewohner bestätigten, ein Glücksgriff. Er bringt immer Pflanzen und Kräuter ins Haus. Gerade demente Bewohner erinnern sich bei den Düften an viele Begebenheiten ihres Lebens, ergänzte Edelmann.  Eine ganze Abteilung ist verschlossen, erklärte Stefan Lott, damit hoch demente Bewohner nicht verloren gehen. Der Pflegedienstleiter erzählte von Vorfällen, in denen tatsächlich jemand spazieren ging und sich nicht mehr zurechtfand. Nach einer interessanten Stunde wurde die Klasse in zwei Teile aufgeteilt und durch das Kursana Domizil geführt. 

Edelmann hoffte, dass vielleicht das eine oder andere Gesicht von diesem Montag bald seine Bewerbung auf einen Ausbildungsplatz abgeben wird. Die Kooperation mit der Realschule und Werk­realschule Friesenheim wäre eine gute Basis für einen beruflichen Werdegang. 

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