Friesenheim

Friesenheims Katholiken verabschieden Pastoralreferentin

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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19. Juli 2017

Die Kindergottesdienstkinder hatten eine ganze Reihe sinniger Abschiedsgeschenke für »ihre Dorothea« mitgebracht. ©Wolfgang Schätzle

Am »Kaisertag« wurde Abschied gefeiert. Pastoralreferentin Dorothea Riedinger verlässt die katholische Kirchengemeinde Friesenheim – in zwei Wochen geht es zurück nach Karlsruhe.

Der Gedenktag von Kaiserin Kunigunde (3. März) wird immer gemeinsam mit dem ihres Gatten Kaiser Heinrich II. am 13. Juli gefeiert. Die beiden Heiligen gingen in die Geschichte Friesenheims, insbesondere Schutterns, ein. In diesem Jahr fiel der 13. Juli jedoch auf einen Donnerstag, und so wurde der »Kaisertag« nun am Sonntag gefeiert. 
Der Gottesdienst zu Ehren Heinrichs II. und Kunigundes in der ehemaligen Klosterkirche markierte zugleich den Abschied für Dorothea Riedinger. Die Pastoralreferenten verlässt in wenigen Wochen die katholische Kirchengemeinde Friesenheim. Zum 1. September tritt sie eine neue Stelle in der Seelsorgeeinheit Allerheiligen in Karlsruhe an (wir berichteten). 

Stelle wird vorerst nicht mehr besetzt
In der Predigt von Pfarrer Steffen Jelic, die von Verheißungen und Veränderungen geprägt war, spielten natürlich auch das Kaiserpaar und die Pastoralreferentin eine Rolle. Dabei ließ Jelic durchblicken, dass vorerst die Stelle in der Kirchengemeinde nicht mehr besetzt werde. 

Ehrliche, frische Art gelobt 
Er und Gemeindereferent Michael Merz hätten sich vor zwei Jahren »ganz bewusst« für Riedinger entschieden, ließ Jelic die Gemeinde im Anschluss an die Liturgiefeier wissen. Von Anfang an schätzten sie ihre ehrliche, frische Art. »Du hast viel bewegt. Dein Wort hat viel Gewicht gehabt in unserer Runde«, meinte er an die Adresse Riedingers.

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Riedinger hat gerne in Friesenheim und Meißenheim (die Sankt-Laurentius-Gemeinde Kürzell gehört ebenfalls zur Kirchengemeinde) gearbeitet. Künftig möchte sie jedoch näher bei der Familie sein und dort mit ihrem Verlobten eine gemeinsame Zukunft zu planen. 

Ehrliches Bedauern
»Ich habe dein ehrliches Bedauern bemerkt, Menschen, mit denen du erst seit zwei Jahren zusammenarbeitest und mit denen du Ziele und Projekte für die künftige Arbeit entwickelt hast, so früh schon wieder zu verlassen – das fällt dir schwer«, sagte Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Stefan Moser. »Wir lassen dich nur ungern ziehen. Ich glaube aber, dass die Saat, die du in Friesenheim gesät hast, in der kommenden Zeit aufgehen wird und uns voranbringt.«

Seifenblasen und Sekt
Eine Überraschung hatten die Kindergottesdienstkinder parat, für die Riedinger in den letzten beiden Jahren zuständig war. Sie verabschiedeten »ihre Dorothea« mit einem Regenbogen, einer Wolke, Kieselsteinen, einem Herzen und mit ganz vielen Seifenblasen, die plötzlich durch den Altarraum gepustet wurden. Anschließend konnten sich die Gemeindemitglieder beim Sektempfang im Klostergarten persönlich von Dorothea Riedinger verabschieden. Dabei übergab die Frauen- und Müttergemeinschaft Oberweier, für die Riedinger ebenfalls zuständig war, einen selbstgebastelten Engel. Dessen Korpus besteht aus einer alten Oberweierer Weinrebe.

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