Schwanau

Gemeinderat gibt grünes Licht für die Nonnenweierer Ortsmitte

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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27. Mai 2020

Im Sanierungsgebiet Nonnenweier, hier zu sehen die Schmidtenstraße, soll ein rundes Bild entstehen. ©Thorsten Mühl

Der Gemeinderat Schwanau hat für die Sanierungen in Nonnenweier grünes Licht gegeben. Die Maßnahmen werden vom Land gefördert. Sie könnten jedoch zehn bis zwölf Jahre dauern.

Nach der einige Jahre währenden, aber erfolgreichen Ortskernsanierung in Ottenheim, die im Mai 2018 offiziell abgeschlossen wurde, startet die Gemeinde Schwanau nun in ähnlicher Weise mit der Nonnenweierer Kernsanierung. Vorgehensweise und Details wurden am Montagabend im Schwanauer Gemeinderat vorgestellt.

Zwölf Versuche

Hans-Joachim Reglin (Stadtentwicklungsgesellschaft, kurz Steg) zeichnete nach, dass seit 2009 insgesamt zwölfmal versucht wurde, die Aufnahme des Ortsteils Nonnenweier ins Landessanierungsprogramm zu beantragen. Solange das Ottenheimer Projekt allerdings noch im Gange war, bestand dazu keine realistische Chance. Aus einer Kommune darf immer nur ein Teilort gleichzeitig in Sanierung sein. 

Doch nun gelang die Nonnenweierer Aufnahme, der Förderrahmen für 2020 liegt bei einer Million Euro. Dabei gliedert sich der Rahmen im Verhältnis von drei Drittel zu einem Drittel, anders ausgedrückt: Das Land gibt 600 000 Euro, die restlichen 400 000 Euro kommen seitens der Bauherren hinzu. Wie die Vergangenheit schon zeigte, dürfte dieser Rahmen nicht ausreichen, daher ist eine spätere Aufstockung möglich.

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Das festzulegende Sanierungsgebiet im Nonnenweier­er Ortskern umfasst 143 000 Quadratmeter, es sei laut Reglin in den Grenzbereichen noch flexibel. Für die im nächsten Schritt vorzunehmenden Untersuchungen stellten die Grenzen allerdings eine Grundlage dar. Unter anderem wird untersucht, wie sanierungsbedürftig einzelne Gebäude sind. Gebäudebesitzer, aber auch Pächter und Mieter werden ins Gespräch genommen, um sich ein Gesamtbild machen zu können. Insgesamt soll für die Steg – analog zu Erfahrungswerten und Arbeitsschritten, wie sie auch in Ottenheim getätigt wurden – ein rundes Gesamtbild entstehen. 

Für Umsetzung und Begleitung der Gesamtmaßnahme arbeiten die Gemeinde Schwanau und Steg einmal mehr Hand in Hand. Das war für Ottenheim der Fall, zudem bei der Realisierung des kommunalen Gemeindeentwicklungskonzepts (GEK). Von Gemeindeseite werden, basierend auf den bisherigen positiven Erfahrungswerten in der Kooperation, „gute Grundlagen für die vorbereitenden Untersuchungen“ gesehen. 

Daher fiel auch das befürwortende Votum des Gemeinderats zum Honorarangebot der Steg von rund 14 885 Euro wenig überraschend einhellig aus. Ebenso einstimmig gab der Gemeinderat Schwanau den Startschuss für den Beginn der Untersuchungen. Mit dem Beschluss geht einher, dass im Sanierungsgebiet bis auf Weiteres keine baulichen Veränderungen statthaft sind.

Planer Hans-Joachim Reglin hielt einen Start der Sanierungen bereits Ende 2020 für möglich. Man müsse sich darauf einstellen, dass die Gesamtmaßnahme, ähnlich wie in Ottenheim, zehn bis zwölf Jahre dauern könne. Der Vergleich mit einem sprichwörtlichen Marathonlauf sei angesichts dessen in jedem Fall statthaft.

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