Lahr

Gemeinschaftsschule startet am Montag

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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12. September 2015

Nicole Meyer (links) informierte über das Konzept der Gemeinschaftsschule. ©Thorsten Mühl

Die Entwicklung zur Gemeinschaftsschule und weitere Ausbaupläne der Friedrichschule sind am Donnerstag zwei der zentralen Themen bei der finalen Station der SPD-Sommertour gewesen.

Lahr. Die 1891 erbaute Friedrichschule ist für die Stadt von besonderer Bedeutung. »Jeder Lahrer älterer Couleur ist bestimmt schon hier zur Schule gegangen«, scherzte Fraktionsvorsitzender Roland Hirsch beim Ortstermin mit rund 20 Teilnehmern. Die Schule habe sich stets durch innovative Ideen ausgezeichnet.
Rektor Günter Ugi und Stellvertreter Hans Nerpel informierten die Gäste, darunter auch Bürgermeister Guido Schöneboom, dass nun alle Fachbereiche auf den neuesten Stand gebracht wurden. Ugi zeichnete die Entwicklung der Schule nach. 2003 wurde der Schritt zur ersten Lahrer Ganztagsschule gewagt, Schulsozialarbeit, pädagogisches Konzept und Organisationsstruktur schrittweise entwickelt. »Es war ein Wagnis, aber auch das Ergebnis einer sehr guten Teamarbeit«, so Ugi.
2011 ging man den Schritt in Richtung Gemeinschaftsschule. Wie Ugi betonte, sei das Konzept eingehend erarbeitet und frühzeitig vorbereitet worden. Im Februar fand ein Testlauf in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch statt. Die Anmeldezahlen belegten, »dass wir alles richtig gemacht haben«, unterstrich Ugi. Am Donnerstag hat die erste Lehrerkonferenz stattgefunden. Durch neun Neuzugänge wächst das Kollegium auf 35 Lehrer an. Am Montag startet die Gemeinschaftsschule mit 60 Schülern, verteilt auf drei fünfte Klassen.
Drei Abschlüsse möglich
Beim Rundgang wurde über die städtische Zusage berichtet, jedes Jahr drei Lerngruppenräume herzurichten. Nicole Meyer (erweitertes Schulleitungsteam) informierte über das Konzept der Gemeinschaftsschule. Drei Abschlüsse sind möglich (Haupt- und Realschule sowie Abitur). Gearbeitet wird in Lerngruppen, bei den Aufgaben werden unterschiedliche Leistungsniveaus berücksichtigt. Noten werden nicht vergeben, es sei denn, Eltern beantragen dies vor Schuljahresbeginn für ihr Kind. Zum Schuljahresende informieren Berichte über die Leistungen der Schüler.
Stichwort Eltern: »Ihnen kommt ein großes Mitspracherecht zu. Das wurde uns bereits vielfach positiv zurückgemeldet«, informierte Ugi. Die Eltern könnten über Lerntagebücher genau verfolgen, was die Schüler während der Woche leisteten, müssten das auch durch Unterschrift bestätigen.
Angesichts der drei benachbarten Gymnasien wäre es vermessen, künftig eine Fülle von Abiturienten an der Friedrichschule zu erwarten. »Bis zur Mittleren Reife wollen wir Grundlagen bieten. Wir wollen keine umgebaute Werkrealschule, sondern lieber viele sehr gute Realschüler ausbilden«, sagte Günter Ugi.
Es gibt aber noch einige Baustellen: »Uns fehlen Multifunktionsflächen mit Aula und Mensa«, führte Ugi aus. 2016 soll im Gemeinderat die Entscheidung fallen, ob die Friedrichschule zwei- oder dreizügig ausgebaut werden soll. Das würde drei oder sechs neue Lernräume bedeuten. »Der Ausbau ist ein Muss, die Umlandgemeinden schlafen nicht«, betonte Ugi.

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