Infos im Ortschaftsrat

Gereutertalbach in Reichenbach soll aufgewertet werden

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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15. Januar 2020

Im vergangenen Sommer richtete der Orgelbauverein zum fünften Mal ein Entenrennen im Gereutertalbach aus. Der Ortschaftsrat Reichenbach informierte nun erneut zur geplanten ökologischen Aufwertung des Bachs. ©Archiv: Alfons Vögele

Im Reichenbacher Ortschaftsrat wurde erneut zur ökologischen Aufwertung des Gereutertalbachs informiert. Die ursprünglichen vier geplanten Maßnahmenbereiche wurden nun auf drei reduziert.

Das 2018 initiierte Projekt umfasste ursprünglich vier Maßnahmenbereiche, wobei sich die Wiederherstellung einer funktionierenden Wasserleitung zum Steinfirstbrunnen mittlerweile von selbst erledigt hat, wie Urte Stahl (Abteilung öffentliches Grün und Umwelt) im Ortschaftsrat darstellte.

Die weiteren Bereiche: Das alte Mühlwehr am einstigen Mühlkanal soll weichen, die Durchgängigkeit des Gewässers mittels einer „Rauen Rampe“ wiederhergestellt werden. Auch der Absturz am einstigen Wässerwähr soll abgeflacht und durchgängig gestaltet werden (Bereich I). Die einstigen Fischteiche südlich des großen Wehrs sollen aufgelichtet, als Feuchtbiotop gestaltet werden. Desweiteren sollen Uferränder flacher sowie bestehende Fichten durch Laubhölzer ersetzt werden (Bereich III). Dazu soll zwischen Gasthaus „Poche“ und Wehr der kanalartige, verbaute Gewässercharakter aufgewertet werden (Bereich II).

Stahl stellte dar, dass sich die Recherche von Wasserrechten aus diversen Archiven mühsam anließ. Die Klärung war wichtig, um sich darüber bewusst zu werden, ob die Inhaber zu Rückbaumaßnahmen verpflichtet seien. Bis Juli 2019 wurde geklärt, dass der Inhaber des Mühlwehrs auf sein Recht verzichtet, der Abbau kann seitens des Landratsamts als freiwillige Maßnahme der Stadt anerkannt werden. Daher bleibt auch die Förderfähigkeit des Gesamtprojekts unangetastet. 

Wasserrecht läuft aus

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Für das kleine Wehr wurde kein Besitzer ermittelt, so dass auch hier eine Anerkennung als freiwillige Maßnahme erreicht wurde. Das Wasserrecht des Golfclubs Ortenau läuft Ende des Jahres aus, dessen Vorstand sich mit dem Amt für Wasserwirtschaft auf eine neue Beantragung einigte, die jedoch eine veränderte Form der Wasserentnahme aus dem Gereutertalbach vorsieht. Somit muss auf die Wasserentnahme des Golfclubs keine Rücksicht mehr genommen werden.

Beim Thema Grunderwerb wurden laut Stahl bereits weitgehende Fortschritte erzielt. Für zwei Grundstücke am Mühlwehr steht im Februar ein Notartermin an, bei weiteren Grundstücken wird auf das Vorliegen des Planungskonzepts des Karlsruher Büros Aland gewartet, was im Frühjahr vorliegen soll. Danach geht es weiter. 

Das Monitoring zur Schutter und Nebengewässern ergab Anfang November für den Bach „stoffliche als auch strukturelle Defizite“. Daher soll intensiv an der Durchgängigkeit des Gewässers gearbeitet und der Eintrag verschiedener Stoffquellen vermindert werden. Zur aktuellen Planung merkte Stahl an, vorrangig werde in den Bereichen I und III weiter gearbeitet. Für den Bereich II stehe die Vorplanung, doch gestalterisch habe man aufgrund der Geländebeschaffenheit nicht viele Möglichkeiten. Im Bereich eines zehn Meter breiten Gewässerstreifens soll der Bach aus der Sohle herausgeholt werden. „Wir stehen aber erst am Anfang der Planung“, so Stahl, die mit einem Beginn dieser Arbeiten für Herbst 2021 rechnet.

Japanknöterich bekämpft

An zwei Stellen wurde zudem seit Frühjahr 2019 der Japanknöterich bekämpft, man bleibe hier bei dem Verfahren mehrfachen Mähens. In diesem und im nächsten Jahr sollen diese Maßnahmen, die 2019 acht Einsätze erforderten, wiederholt werden. Das Gesamtprojekt kostet 270 000 Euro, wird zu 70 Prozent anteilig von der Stiftung Naturschutzfonds bezuschusst. Die Förderung wurde infolge der intensiven Suche nach den Wasserrechten bis Ende 2021 verlängert.

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