Friesenheim - Heiligenzell

Gewächs Heiligenzeller Garten heißt Lagerstroemia

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05. September 2018

Gestatten: Lagerstroemia, von mir gibt es etwa 50 Arten. ©Archivfoto: Wolfgang Schätzle

Wer ist die unbekannte Schönheit? Das fragte der Lahrer Anzeiger gestern auf dieser Seite. Antworten unserer Leser gab es prompt. Vormittags klingelte das Telefon im Fünf-Minuten-Takt. Mail um Mail ploppte in unserem elektronischen Postfach auf. Einig waren sich alle: Die Schönheit heißt Lagerstroemia. 

Ausgelöst hatte diese Welle der Auskunftsfreude (danke!) unser Bericht über Bernhard Seitel aus Heiligenzell, der ein wunderschönes, rot-blühendes Gehölz in seinem Garten hat, aber leider nicht mehr wusste, wie es genau heißt. 

Die Leser, die sich gestern bei uns gemeldet haben, sprechen bei der Lagerstroemia aus Erfahrung. Denn alle haben sie selber in ihrem Garten stehen. »Es ist ein cooles Gewächs«, findet zum Beispiel Michaela Bühler aus Durbach. »Mein Vater ist Gärtnermeister und hat eine im Garten. Sie gehört zu den Weiderichgewächsen.« 

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Nello Meier aus Gengenbach hat sich zwei Lagerstroemia in den 90er-Jahren aus Frankreich mitgebracht. Und er ist nicht der einzige, der sie dort entdeckt hat. Maria Suhm, ebenfalls aus Gengenbach, hat das Gewächs dort vor 20 Jahren in ihr Herz geschlossen: »Sie ist eine wahre Pracht.« Allerdings wird der Platz im Garten, den sich die Lager­stroemia mit dem Kirschbaum teilt, etwas eng. Wer fällt? »Die Kirsche!« Peter Witschel dagegen hat sein Gewächs aus Südtirol ins heimische Schutterwald gebracht, ebenfalls vor gut 20 Jahren. Seitdem blüht es vor dem Haus rot. Im Topf dagegen hat die Lagerstroemia bei Rosalinde Barth in Offenburg ein neues Zuhause gefunden – mit Erfolg, wie sie erzählt: »Sie verträgt problemlos bis zu minus 15 Grad.«

Viele weitere Leser meldeten sich gestern mit ihren kleinen Geschichten, Anekdoten – und weiteren Namen. Denn die Lagerstroemia wird ebenfalls noch »Flieder des Südens« genannt, wussten etwa Rudi Jäger aus Ichenheim und Lucia Saar (die die Pflanze auf der Landesgartenschau Lahr entdeckte). Den Indianerflieder brachte unter anderem Reinhilde Becht aus Offenburg ins Spiel. Kräuselmyrte und Kreppmyrte – diese beiden Bezeichnungen nannte beispielsweise Klaus Strittmatter. Und Peter Witschell kennt die Lagerstroemia als »Affenrutschbaum«.

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