Schwanau - Allmannsweier

Gewerbeschau zu 1000 Jahre Allmannsweier

Thorsten Mühl
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19. September 2016
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Über Allmannsweier verteilt präsentierte sich das Gewerbe am Samstag. Das Badenova-Bähnchen verband die einzelnen Stationen miteinander. Der Service wurde von den Besuchern gerne genutzt.

Über Allmannsweier verteilt präsentierte sich das Gewerbe am Samstag. Das Badenova-Bähnchen verband die einzelnen Stationen miteinander. Der Service wurde von den Besuchern gerne genutzt. ©Thorsten Mühl

Mit der Schau »Gewerbe in Allmannsweier: Gestern – Heute – Morgen« zeigte das Rieddorf am Samstag eine weitere Facette im Jubiläumsjahr. Örtliche Betriebe und Institutionen wirkten auf vielfältige Weise mit.

 »Heute dienen Gewerbeschauen meist der Präsentation lokaler Handels- und Gewerbebetriebe gegenüber einem regionalen Publikum.« Ausgehend von der allgemeinen Definition, hat Allmannsweier am Samstag mit seiner im Rahmen des 1000-Jahre-Jubiläums gebotenen Schau »Gewerbe in Allmannsweier: Gestern – Heute – Morgen« der Begrifflichkeit Genüge getan, aber auch ganz eigene Akzente dabei gesetzt. 

Über 20 örtliche Unternehmen, aber auch Institutionen machten mit. Die Vereine traten darüber hinaus auf der Helferseite tatkräftig in Erscheinung. Als Aushängeschild des Tages entpuppte sich von Beginn an das Badenova-Bähnchen, das beständig zwischen sieben Stationen seine Kreise durch Allmannsweier zog. Bei manchem Besucher, der sich noch daran erinnern kann, mag ansatzweise der Gedanke an das einstige »Bähnel« aufgekommen sein, das zwischen 1894 und 1959 zwischen Kehl und Seelbach verkehrte.

»Richtig gut zu tun«

Es dauerte am Samstag, bis die über ganz Allmannsweier verteilte Schau richtig Fahrt aufnahm. »Man darf nicht vergessen, dass in der Umgebung Veranstaltungen wie die Friesenheimer Nova, Bauernmarkt in Nonnenweier und ein offener Firmentag in Ottenheim ebenfalls Besucher anlocken. Aber das wird bestimmt noch im Laufe des Mittags«, war sich Martin Kässinger (Kässinger Landmaschinen) sicher. 

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Der exakte Zuspruch war aufgrund des weit gezogenen Areals schwer einzuschätzen, nahm nach der Mittagspause aber zu. »In den ersten Stunden war noch nicht so viel los, ab 12 hatten wir aber richtig gut zu tun«, bestätigte Oliver Schmid. Das Vorstandsmitglied des Fördervereins 1000 Jahre Allmannsweier agierte als Helfer bei der Firma Powertec, deren Zelt sich nach und nach adäquat füllte. Bei Herrenknecht Raumausstattung konnten geschickte Hände beim »Magnet­angeln« Preise gewinnen, bei Powertec zog wiederum ein Künstlermarkt das Interesse auf sich. Bilder, Kunstwerke, Ausstellungsstücke – die Bandbreite war groß. »Das will ich mir unbedingt ansehen«, sagte beispielsweise Edelgard Kublank. Allerdings nur kurz, wie sie gut gelaunt betonte, »der Dienst ruft«.

Im Dienst war auch die Schwanauer Jugendfeuerwehr. Ursprünglich hatten die Verantwortlichen die Neuauflage des Berufsfeuerwehrtags für das Wochenende geplant. Aufgrund einiger organisatorischer Änderungen wurde das Ganze als ein Tag mit Theorie und Praxis ausgerichtet. »Mit 24 Teilnehmern war die Quote wieder sehr gut. Um die Jugendlichen zu fordern, aber auch den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, haben wir möglichst eine Mischung angestrebt aus Ruhe und Anspannung«, erklärte Alexander Maurer, der mit Fabian Götze das Leitungsduo der Jugendwehr bildet. Einsätze von der technischen Hilfeleistung (Türöffnung), Tierrettung (Katze im Baum) und Fahrzeugbrand (Firma Dinner) bis zum Gebäudebrand samt Menschenrettung (Hotel »Schwanau«) wurden bewältigt, dabei konnte sich der Nachwuchs mehrmals öffentlich präsentieren. »Die Leistungen im Einsatz konnten überzeugen«, hielt Götze fest. 

Die Besucher, bei denen sich zumeist die Kinder mit viel Ehrgeiz zu den Firmen begaben, um alle im Rahmen des großen Gewerbe-Quiz erforderlichen Stempel einzusammeln, erlebten einen abwechslungsreichen Tag. Zwischen den Stationen mit Einblicken in die Betriebe, konnte an genügend Stellen gerastet werden, um Kräfte aufzutanken. Der Besucher musste allerdings Zeit mitbringen, denn die Gewerbeschau erforderte für alle Stationen einen entsprechenden Rahmen. 

Ortsvorsteherin Ria Bühler, in Personalunion Vorsitzende des Jubiläums-Fördervereins, war beständig auf großer Runde im Dorf unterwegs. »Der Zuspruch und das Verweilen an den Stationen haben gestimmt. Insgesamt können wir zufrieden sein, zumal auch die Wetterkomponente gut war«, lautete ihr erstes Fazit.

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