Lahr

Gezielte Förderung für junge Existenzgründer

Jürgen Haberer
Lesezeit 3 Minuten
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07. Juni 2014

Die in Lahr an ihrer Geschäftsidee arbeitenden Existenzgründer und die Projektbetreuer (von links): Akiko Takahashi (vorn), Uwe Baumann, Christian Atz (vorn), Timo Gemmrich, Georg Zerr, Klaus Altmann, Nicole Ambacher, Thomas Hug (vorn) und Daniel Kapp. ©Jürgen Haberer

Black Forest Accelerator, das Ende März vorgestellte Förderprogramm für Existenzgründer, ist in der heißen Phase angekommen. Seit Anfang Mai feilen acht Teams in zwei Büros auf dem Zeit-Areal an ihrer Geschäftsidee im Bereich Gesundheit und Fitness.

Lahr. Uwe Baumann, der gemeinsam mit Eckehard Ficht als Geschäftsführer des Projektes fungiert, zieht eine positive Zwischenbilanz. Bis Ende März haben sich rund 250 Interessenten für den ersten Durchgang des Start-up-Förderprogramms gemeldet. 40 davon haben eine detaillierte Bewerbung abgegeben, ein gutes Dutzend ihre Geschäftsidee vor Ort präsentiert. Am Ende wurden sechs davon ausgewählt; hinzu kommen zwei Projekte aus den eigenen Reihen, eine von Impulsgeber Christian Atz und eine von der Japanerin Akiko Takahashi, die wie Atz in die Projektbetreuung eingebunden ist.
Baumann und Ficht haben sich auch auf die Suche nach Sponsoren und Mentoren gemacht. Großunternehmen und Konzerne konnten eingebunden werden. Ein Pool von rund 25 Mentoren steht im Hintergrund, um die Existenzgründer zu beraten. Jedes der sechs ausgewählten Teams wurde mit einem Startkapital von 12 500 Euro ausgestattet.
Das von Ficht und Baumann zur Projektbetreuung gegründete »Team E« wird 2015 auf einem anderen Geschäftsfeld in die zweite Runde gehen. Aus »Team E« wird dann die »Black Forest Accelerator Beteiligung GmbH«, eine Fördergesellschaft, die sich im Spiel der wirtschaftlichen Kräfte am Oberrhein etablieren will und Kontakte nach Freiburg, Karlsruhe, Mannheim knüpft, wo ähnliche Projekte entstehen oder bereits am Start sind. Das Ziel ist dabei immer das gleiche: Junge Existenzgründer mit guten Ideen sollen gefördert und begleitet, am Ende mit marktreifen Produkten an Investoren vermittelt werden.
Die erste Runde des Projekts konzentriert sich auf den Bereich Gesundheit und Fitness. Mit dabei ist der Lahrer Ernährungsberater Thomas Hug, der unter dem Begriff »Colour.Dot« ein Programm entwickelt, das beim »alltagsfreundlichen« Ab-
nehmen helfen und für gesunde Lebensmittel und bewusstes Essen sensibilisieren will.
»crohnlogs.de« ist ein Projekt von Timo Gemmrich und Georg Zerr im digitalen Medienbereich. Sie haben ein Pro-
gramm entwickelt, das Menschen mit chronischen Darmerkrankungen bei der Alltagsbewältigung helfen soll. Die Daten wandern anonymisiert in ein Netzwerk, das dem Erfahrungsaustausch dient, aber auch für Forschungsprojekte in diesem Bereich genutzt werden kann. Erste Kontakte wurde hier bereits geknüpft; das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart und die Uni-Klinik Tübingen sind mit im Boot.
Ein von Daniel Knapp und Nicole Ambacher entwickeltes Programm soll helfen, häusliche Pflege zu organisieren und zu dokumentieren. Der Emmendinger Physiotherapeut Klaus Altmann hat ein Projekt entwickelt, das Schmerzpatienten betreut und zur Selbsthilfe anleitet. Mariana Kanke arbeitet an einem Geschäftsmodell unter dem Titel »Fitness Plus Conzept«; hier geht's um individuelle Fitnessprogramme, die in Kooperation mit ortsansässigen Studios entwickelt werden. Michael Kraft aus Haslach hat eine Genossenschaft gegründet, mit der die Zucht der vom Aussterben bedrohten »Mangalitza Wollschweine« wiederbelebt werden soll.

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