Friesenheim - Heiligenzell

Gitarre und Cello: Duo tritt in Heiligenzeller Schlössle auf

Autor: 
Walter Holtfoth
Lesezeit 2 Minuten
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12. Juli 2019

Roberto Legnani und Ariana Burstein begeistern mit der Verbindung aus Gitarre und Cello. ©Walter Holtfoth

Ariana Burstein und Roberto Legnani haben ihr Publikum bei ihrem Tourneestopp im Heiligenzeller Schlössle verzaubert.

So ungewöhnlich sich die Kombination aus Konzertgitarre und Cello  auf dem Plakat lesen mag, so überraschender am Sonntagabend das musikalische Ereignis auf allerhöchstem Niveau.  Erstaunlich auch, dass das Duo mit seiner eigenen Darbietung seit dem Gründungsjahr 1996 dauerhaft erfolgreich auf Tournee ist. 

Damals war es ihr Ziel, beide Instrumente in der Kammermusik zu etablieren, was ihnen vorzüglich gelang. Die in Buenos Aires geborene Ariana Burstein hat ihr Instrument von der Pike auf gelernt, studiert und verinnerlicht. Ebenso wie ihr Partner auf der Bühne, Roberto Legnani, war sie in vielen Orchestern beschäftigt. Rundfunk und Fernsehaufnahmen unterstreichen in ihrer Vita ihr Können und ihren Erfolg. 

Knapp 50 Zuhörer

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In Heiligenzell war die Besucherzahl mit knapp 50 Zuhörern wohl den schwül-heißen Temperaturen des späten Nachmittags geschuldet. Die Freunde der klassischen und der Weltmusik, die den Weg ins Schlössle fanden,  wurden für ihr Kommen belohnt. Mit ihrer unglaublichen Leidenschaft prägte Ariana Burstein  das Konzert wesentlich. Gefühlvolle Dominanz, wenn das überhaupt so beschrieben werden kann, machten ihren Partner auf der Gitarre überwiegend zum musikalischen Begleiter par excellence. 

Legnani verstand es hervorragend, den musikalischen Teppich zu legen, auf dem sich Ariana Burstein überwiegend kraftvoll austoben konnte. Ob Vivaldi, Thomas Moore, Isaac Albéniz oder bei eigenen Kompositionen, die Spielfreude beider Akteure war bewundernswert. Teilweise war es durchaus denkbar, das eine oder andere Arrangement mit einer zusätzlichen Rockband zu ergänzen. Rock trifft  Klassik, der Fantasie des Zuhörers wurde hin und wieder dieser Gedanke eröffnet. 

Andalusische Klänge

Natürlich durfte an diesem Sommerabend ein Flamenco nicht fehlen. Hier war bei andalusischen Klängen vor allem die Gitarre im Vordergrund. Das, was da in Heiligenzell  geboten wurde, war Kunst vom Allerfeinsten. Kunst, die in erster Linie von Können kommt – leidenschaftlich, hingebungsvoll und hochkonzentriert interpretiert. Das Künstlerpaar wirkte nie statisch, sondern immer wie eine Verschmelzung zweier Musiker-Seelen. Ein durch und durch gelungener Abend, der sicherlich mehr Publikum verdient hätte. Garantiert ist das Duo außerdem ein guter Tipp, wenn die beiden Musiker wieder einmal in der Lahrer Gegend auftauchen.

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