Brudertal

Gläubige pilgern aus Friesenheim zur Wallfahrtskirche

Autor: 
Wolfgang Schätzle
Lesezeit 3 Minuten
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04. Juni 2019

Seit 2017 pilgern Gläubige aus allen Pfarreien der katholischen Kirchengemeinde Friesenheim zu der kleinen Wallfahrtskirche. ©Wolfgang Schätzle

Die idyllisch im Brudertal gelegene kleine Wallfahrtskirche bekam am Sonntag wieder Besuch aus der katholischen Kirchengemeinde Friesenheim.

Die Wallfahrten ins Brudertal, nahe Kuhbach, die auf ein über fünf Jahrzehnte altes Versprechen zurückgehen, haben insbesondere für Schutterner und Heiligenzeller eine lange Tradition. Die kleine Kapelle, die auf Grund und Boden der Gemeinde Friesenheim liegt und in der die schmerzhafte Mutter Gottes verehrt wird, gilt als einziges Überbleibsel einer ehemaligen Einsiedelei der Klosterbrüder aus Schuttern.

Seit 2017 wird die kleine Wallfahrtskirche von Gläubigen aus allen Pfarreien der katholischen Kirchengemeinde Friesenheim gemeinsam aufgesucht. Am Sonntag waren nun Heiligenzeller, Schutterner, Oberweierer, Oberschopfheimer, Friesenheimer und Kürzeller wieder vereint zu dem aus dem 15. Jahrhundert stammenden Gotteshaus bei Kuhbach gepilgert. 

Shuttle-Service

Eigens dafür gab es in den vergangenen Jahren einen Bus-Service. Im vergangenen Jahr gab es allerdings einen Zwischenfall. Ein Bus blieb im Wald stecken, nachdem er einem Autofahrer ausweichen wollte. In diesem Jahr entschied man sich für einen Shuttle-Service mit Kleinbussen von Kuhbach aus. Dieser wurde rege genutzt, worüber Pfarrer Steffen Jelic seine Freude ausdrückte und insbesondere den Fahrern Richard Haas, der die Leute mit einem kirchen­eigenen Kleinbus chauffierte, und Christian Gißler von der Feuerwehrabteilung Heiligenzell dankte. Eine halbe Stunde vor Gottesdienstbeginn war jedoch Schluss mit dem nach oben kutschieren, denn nun sollte der Weg nur noch den kleinsten Füßen vorbehalten sein. 

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Auch in diesem Jahr wurde nämlich von der Kinder- und Familienliturgie-Gruppe, ausgehend von der Sankt-Gallus-Kapelle in Kuhbach, ein gesonderter Fußweg entlang den Kreuzwegstationen für Familien mit kleineren Kindern angeboten. Unterwegs erfuhren die Kleinen etwas zur Wallfahrtskapelle, Steine und einem ganz besonderen Glücksstein. 

Zum Vater Unser trafen die Kinder und ihre Eltern an der Wallfahrtskirche ein. Mit im Gepäck jede Menge Steine, mit denen sie eine Brücke bauten und sie luden die Erwachsenen tänzerisch dazu ein »Menschen-Brücken« zu bauen. Vor dem Altar wurde getanzt. Viele folgten der Aufforderung der Kinder, sehr zur Freude von Pfarrer Steffen Jelic und Vikar Pater Tijo Thomas Parathottiyil, die gemeinsam den Gottesdienst zelebrierten.

Kleines Platzkonzert

Umrahmt wurde der Wallfahrtsgottesdienst wie gewohnt wieder vom Musikverein Schuttern unter Leitung von Roland Gutbrod sowie den Jagdhornbläsern aus dem elsässischen Holtzheim. Beide Musikformationen gaben nach der Eucharistiefeier nacheinander ein kleines Platzkonzert. Der Musikverein bewirtete zudem die Pilger mit Gegrilltem sowie Kaffee und Kuchen. Reichlich genutzt wurde auch das Angebot, in der Wallfahrtskapelle gemeinsam Marienlieder zu singen. Die kleine Kapelle war proppenvoll als die ersten Lieder angestimmt wurden. Am frühen Nachmittag ging es dann wieder mit dem Kleinbus nach unten zu den Parkplätzen oder zu Fuß zurück nach Heiligenzell, Oberweier und Oberschopfheim.

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