Max-Planck-Gymnasium

Große Auswahl beim Lahrer Suppenfest

Christine Breuer
Lesezeit 3 Minuten
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23. November 2015

(Bild 1/2) Welche Suppe darf’s sein? Bei mehr als 40 Gerichten fiel die Wahl nicht leicht. ©Christine Breuer

Das achte internationale Suppenfest war wieder ein voller Erfolg. Am Samstag gab es in der Mensa des Max-Planck- Gymnasiums fast kein Durchkommen mehr. Für den Rathauschef ein Beweis, dass das friedliche Zusammenleben der Nationen in Lahr funktioniert.

Es ist ein integratives Projekt, das seit 2008 immer weitere Kreise zieht: Das Suppenfest. Man könnte es auch fast schon als Fest der Kulturen bezeichnen. Denn die Suppenköchinnen und Suppenköche – ja, es gab auch Männer, die am Herd gestanden haben – kommen aus aller Herrenländer.

Eine Auswahl zu treffen, war schwierig. Jede Suppe hatte ihren Reiz, duftete verlockend und es war für jeden Geschmack etwas geboten. 43 Suppen wurden an den Tischen ausgegeben. Manche, wie beispielsweise die Frauengruppe aus Kippenheimweiler, hatten mehr als 30 Liter Suppe gekocht. Übrig war am Ende nichts mehr. Martha Kuhn und Valentina Lenz sind zwei der Frauen aus Wylert. »Die grüne Bohnensuppe, die musst du unbedingt probieren«, lautete ihre Empfehlung. »Das ist eine Suppe aus meinen Kindertagen. Wenn es in einem Haus diese Suppe gab, wusste jeder, das ist eine deutsche Familie«, erzählte die Spätaussiedlerin.

Zur Wahl standen exotische Gerichte wie Soup-e pesteh, eine Pistazien-Orangensuppe aus Persien, Hähnchen-Joghurt-Suppe aus Syrien, Maniok-Kürbis-Suppe aus Sri Lanka, Sauerampfer-Suppe aus Rumänien oder Butajiru – eine Misosuppe mit Schweinefleisch aus Japan. Es gab aber auch herzhafte Eintöpfe und Suppen aus Deutschland.

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Mit zwölf Suppen habe es ursprünglich einmal angefangen, sagte OB Müller, der das Fest eröffnete. Sinn und Zweck der Veranstaltung sei es, die Menschen verschiedenster Nationen zusammen und ins Gespräch zu bringen. Lahr sei ein Beispiel dafür, dass das Zusammenleben vieler unterschiedlicher Nationen gelingen könne.

Unter den Gästen waren auch Asylbewerber auszumachen, die man immer wieder im Gespräch mit Lahrern jeglicher Nationalitäten sah. Der Freundeskreis Flüchtlinge hatte nicht nur einen Stand, die Ehrenamtlichen hatten auch ihre Schützlinge eingeladen und mitgebracht. Peter, James und Oniecki aus Nigeria, die derzeit in der Sporthalle des Integrierten Beruflichen Gymnasiums leben, waren mit Gudrun Bertsche gekommen und genossen die Atmosphäre. »Die Leute in Lahr sind sehr freundlich und nett«, sagten die drei einhellig.

Neu im Träger- und Organisationsteam war die Neue Arbeit Lahr (NAL), die Reissuppe und Pistazien-Orangen-Suppe anbot. Die Gruppe hatte auch eine Neuheit dabei: Trinkessig, den die Mitarbeiter in einem Projekt, in dem auch Menschen mit Behinderung eingebunden sind, aus frischen Johannisbeeren, Hollunderblüten und Quitten produzieren. Wer wollte, konnte ein Schlückchen probieren. »Das war heute der Versuchsballon«, sagte Djahan Salar von der NAL. Der Ballon ist gestiegen und hat Fahrt aufgenommen.

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